Details zur technischen Umsetzung und den Zielen des Versuchs
Die Tropfschläuche von NETAFIM wurden maschinell in einem Abstand von einem Meter und in einer Tiefe von 35 cm verlegt. Im Frühjahr 2015 sollen vier weitere Großparzellen für die oberflächliche Tröpfchenbewässerung von Zuckerrüben und Mais hinzukommen. Ziel des Versuchs ist es, die technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten der Unterflurtröpfchenbewässerung für ackerbauliche Reihen- und Flächenkulturen zu untersuchen und mit dem unbewässerten Anbau zu vergleichen.
Zunächst werden der Ertrag, die technische Umsetzung und die sensorgestützte Steuerung der Bewässerungsgaben analysiert. In einem späteren Schritt könnte die Kombination von Bewässerung und Fertigation, also der Düngung über das Beregnungswasser, geprüft werden. Der Standort Bernburg ist durch seinen Regenschatten des Harzes mit durchschnittlich 511 mm Jahresniederschlag gekennzeichnet, verfügt jedoch über gute Bodenverhältnisse mit hoher nutzbarer Feldkapazität.
Das Potenzial der Unterflurtropfbewässerung für die Landwirtschaft
Bislang spielt die Unterflurtropfbewässerung vor allem bei Kartoffeln und Sonderkulturen eine Rolle, nicht jedoch bei den in der Börde üblichen Marktfrüchten wie Raps, Weizen und Mais. Angesichts des Klimawandels, zunehmender Frühsommertrockenheit und der Notwendigkeit eines effizienten Umgangs mit Beregnungswasser könnten diese Unterflursysteme jedoch an Bedeutung gewinnen. Das im Versuch eingesetzte Schlauchmaterial ist für eine Lebensdauer von über zehn Jahren und den Verbleib im Boden konzipiert.
Voraussetzung für die Durchführung dieses Versuchs war eine Investition der DLG in eine drei Kilometer lange Bewässerungsleitung am Internationalen Pflanzenbauzentrum im Frühjahr 2014.
