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Deutliche Mehrheit der Deutschen lehnt Zeitumstellung ab

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 73 Prozent der Menschen in Deutschland die Zeitumstellung als überflüssig betrachten und eine Abschaffung befürworten. Dieser Wert stellt einen Anstieg um vier Prozentpunkte im Vergleich zu 2013 dar.

Gesundheitliche und berufliche Auswirkungen der Zeitumstellung

Nahezu drei von zehn Befragten gaben an, bereits Probleme infolge der Zeitumstellung gehabt zu haben. Im vergangenen Jahr waren die Auswirkungen auch in Unternehmen spürbar: Die Statistik der DAK-Gesundheit verzeichnete an den drei Tagen nach der Umstellung 15 Prozent mehr Krankmeldungen als an vergleichbaren Werktagen.

Frauen litten laut Umfrage häufiger unter der Zeitumstellung als Männer (32 zu 23 Prozent). Die Altersgruppe der 45- bis 59-Jährigen war mit 36 Prozent am stärksten betroffen. Die häufigsten Beschwerden waren Müdigkeit (drei Viertel der Betroffenen), Einschlafprobleme (62 Prozent) und Konzentrationsschwierigkeiten (36 Prozent). Jeder Fünfte kam zu spät zur Arbeit, und zwölf Prozent nannten die Zeitumstellung als Auslöser für depressive Verstimmungen.

„Früher aus den Federn, später ins Bett – die Zeitumstellung ist vergleichbar mit einem kleinen Jetlag. Bei vielen wirkt sich das vermeintlich unbedeutende Drehen an der Uhr spürbar auf Gesundheit und Wohlbefinden aus“, kommentiert DAK-Ärztin Elisabeth Thomas das Ergebnis. „Der Biorhythmus stellt sich nicht von einem Tag zum anderen auf das fehlende Licht am Morgen und die ungewohnte Helligkeit am Abend ein.“

Als Empfehlung zur Anpassung an die Zeitumstellung nennt Thomas frische Luft, bewusste Entspannung und Gelassenheit. Im vergangenen Jahr meldeten sich an den drei Werktagen nach der Umstellung auf die Sommerzeit 15 Prozent mehr DAK-Versicherte krank als an vergleichbaren Arbeitstagen. Besonders hoch war die Ausfallquote bei den 45- bis 59-Jährigen mit 17 Prozent, die nach eigenen Angaben am stärksten unter der Zeitumstellung litten.

Historie und Funktionsweise der Zeitumstellung

Die Sommerzeit wurde in Deutschland im Jahr 1980 eingeführt, um das Tageslicht besser zu nutzen und Energie zu sparen. Sie dauert jeweils vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober. Am 29. März beginnt die Sommerzeit, wobei die Uhren um 2 Uhr eine Stunde vorgestellt werden, was eine kürzere Nacht bedeutet. Danach gilt wieder die Normalzeit, umgangssprachlich auch Winterzeit genannt.

23.03.2015

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