Die Grüne Stadt

Dresden bewirbt sich offiziell um die Bundesgartenschau 2033

Der Dresdner Stadtrat hat die offizielle Bewerbung der sächsischen Landeshauptstadt für die Ausrichtung der Bundesgartenschau (BUGA) im Jahr 2033 beschlossen. Oberbürgermeister Dirk Hilbert überreichte das Bewerbungsschreiben und die Machbarkeitsstudie persönlich an Jochen Sandner, den Geschäftsführer der DBG.

Dresden auf dem Weg zur BUGA 2033: Eine Chance für Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit

Der Dresdner Stadtrat hat mit deutlicher Mehrheit die offizielle Bewerbung der sächsischen Landeshauptstadt für die Ausrichtung der Bundesgartenschau (BUGA) im Jahr 2033 beschlossen. Die Bewerbung, basierend auf einer umfassenden Machbarkeitsstudie, wurde der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) übergeben.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert überreichte das Bewerbungsschreiben und die Machbarkeitsstudie persönlich an Jochen Sandner, den Geschäftsführer der DBG. Hilbert betonte die weitreichenden Chancen einer BUGA für Dresden:

Dresden kann BUGA. Die Bundesgartenschau ist eine große Chance für Dresden. Unsere BUGA soll weit mehr sein als schöne Beete und touristische Attraktion. Sie wird unsere Stadt grüner, nachhaltiger und ökologischer gestalten. Mit diesem großen Projekt werden wir uns gemeinsam neue lebendige Orte schaffen, die Dresdnerinnen und Dresdner zusammenbringen und Stadtteile nachhaltig weiterentwickeln. Bereits im Prozess zur Erstellung der Machbarkeitsstudie gab es viele Impulse aus der Stadtgesellschaft. Diese breite Beteiligung hat mich besonders gefreut. Denn eine Bundesgartenschau in Dresden kann nur gelingen, wenn sie von ihren Bürgerinnen und Bürgern mitgestaltet wird. Mit unseren Ideen wird Dresden blühen und wachsen. Lassen Sie uns in Dresden eine einzigartige BUGA ausrichten, die Strahlkraft für die Region und für ganz Sachsen entfaltet.

Jochen Sandner hob die Rolle der BUGA als Motor der Stadtentwicklung hervor und lobte den engagierten Bewerbungsprozess in Dresden. Er freue sich, die offizielle Bewerbung entgegennehmen zu können.

Einbindung der TU Dresden und stadtweite Entwicklung

Eine Besonderheit der Dresdner Bewerbung ist die enge Vernetzung mit der Technischen Universität Dresden (TUD). Jan Gerken, Kanzler der TU Dresden, unterstrich die Bedeutung dieser Zusammenarbeit:

In keiner der bisherigen BUGAs gab es eine so enge Vernetzung zwischen Universität und Stadt wie in ‚unserer‘ BUGA Dresden. Das ist eine Besonderheit, die wir weiterleben sollten! So ist die erste Ideenskizze aus der guten Zusammenarbeit zwischen Stadt und TUD entstanden – und es werden in der Machbarkeitsstudie sowohl der Campus der TUD als auch weitere Standorte wie der Botanische Garten oder Tharandt direkt mit in das Ausstellungskonzept einbezogen. Die BUGA steht letztlich für das gute Miteinander zwischen Stadt und Exzellenzuniversität; und wir sichern der Stadt Dresden auch weiterhin alle Unterstützung zu. Wir freuen uns auf einen lebendigen und konstruktiven weiteren Prozess!

Die TU Dresden verfügt über botanische Sammlungen in Zuschendorf, Tharandt und dem Botanischen Garten Dresden. Zudem spielt sie eine wichtige Rolle in der Geschichte der Landschaftsarchitektur, da in Dresden erstmals Diplomurkunden mit diesem Begriff vergeben wurden. Auch heute noch werden an der TUD Landschaftsarchitekten ausgebildet, die für die Planung und Gestaltung von BUGAs qualifiziert sind. Der Südpark, eine der zentralen Ausstellungsflächen, grenzt direkt an den TUD-Campus.

Leitmotiv und Bürgerbeteiligung

Das Leitmotiv der BUGA 2033 in Dresden sind die über die Stadt verteilten Trümmerberge und -halden, die nach den Luftangriffen von 1945 entstanden sind. Diese Erhebungen an den Hellerbergen, am Ostragehege und in Leuben sowie flachere Halden wie im Südpark sollen als bedeutende Erinnerungsorte entwickelt und stärker im Bewusstsein der Bevölkerung verankert werden. Die Standorte sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt und sollen durch übergreifende Grünzüge miteinander verbunden werden. Ziel ist es, vorhandene Grün- und Freiflächen einzubinden und weiterzuentwickeln.

Die Erarbeitung der Machbarkeitsstudie erfolgte durch die Arbeitsgemeinschaft KEM Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH und Ulrich Krüger Landschaftsarchitekten. Neben dieser Arbeitsgemeinschaft waren Bürgerinnen und Bürger sowie lokale und regionale Akteure aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Kultur, Tourismus, Medien, Verbänden und Vereinen intensiv beteiligt. Vorschläge und Anregungen aus zwei BUGA-Dialogen, einer BUGA-Umfrage, der Dresden Lounge, der BUGA-Werkstatt und dem Offenen Rathaus flossen in die Studie ein. Ein Bewerbungsbeirat begleitete den Prozess und gab wichtige Impulse.

Ablauf und Ziele der Bewerbung

Die Möglichkeit zur Durchführung der BUGA 2033 wurde Dresden exklusiv von der DBG eingeräumt, unter der Bedingung, dass eine Machbarkeitsstudie erstellt und ein entsprechender Stadtratsbeschluss bis Ende Dezember 2023 gefasst wird. Der Stadtrat hatte bereits am 16. Dezember 2022 einstimmig die Erstellung einer Machbarkeitsstudie beschlossen. Eine im Vorfeld erstellte Ideenskizze hatte die grundsätzliche Eignung der Stadt für eine BUGA aufgezeigt und positive Rückmeldungen von der DBG erhalten.

Nach der erfolgreichen Beschlussfassung und Übergabe der Bewerbung an die DBG folgt eine Bereisung der vorgeschlagenen Kernareale und Komplementärstandorte durch die Bewertungskommission der DBG. Die Entscheidung über den Zuschlag wird bereits Anfang 2024 erwartet.

Mit der BUGA 2033 würde die erste Bundesgartenschau seit 1951 im Freistaat Sachsen stattfinden. Dresden knüpft damit an seine Gartenschautradition der Jahre 1887, 1926 und 1936 an. Eine BUGA soll nicht nur die städtebauliche Erneuerung vorantreiben, sondern auch den Tourismus fördern und Investitionen in der Stadt und der Region auslösen. Sie schafft Parkanlagen, neue Freiräume und Erholungswerte mit nachhaltigem Nutzen für die Bürger. Moderne Gartenschauen gelten als Initiatoren einer zukunftsgerichteten Stadt- und Regionalentwicklung, deren Wirkung weit über das Durchführungsjahr hinausreicht. Durch die geplante Verzahnung mit dem Umland über Außenstandorte soll sich die Bundesgartenschau zu einem verbindenden Element für die gesamte Region Dresden entwickeln. Dies soll die Lebensbedingungen in der Landeshauptstadt Dresden verbessern und ihre bundesweite Anziehungskraft steigern.

15.12.2023

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG)

Dürenstraße 44
53173Bonn
Deutschland

Tel.:+49 228 53980-0
Fax:+49 228 53980-9

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