Internationale Kooperationen und die Herausforderungen im Forstsektor
Die internationale Zusammenarbeit im Forstsektor ist von großer Bedeutung. Deutschland engagiert sich weiterhin in den Verhandlungen für eine europäische Waldkonvention mit dem Ziel, verbindliche Vereinbarungen zu erzielen. Die Koordination der Umsetzung globaler Ziele, wie der Beschlüsse des UN-Waldforums von Mai 2015, der Agenda 2030 des UNO-Nachhaltigkeitsgipfels und eines potenziellen neuen Klimaabkommens, steht dabei im Fokus.
Aktuelle Themen wie die Rolle des Forstsektors in einer biobasierten Wirtschaft und der Schutz der Wälder, insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels, werden ebenfalls behandelt.
Voraussetzungen für einen erfolgreichen Forstsektor
Aus deutscher Sicht sind drei Elemente entscheidend für einen gesunden und erfolgreichen Forstsektor:
- Eine nachhaltige und multifunktionale Forstwirtschaft.
- Förderliche Rahmenbedingungen für die Forstbetriebe.
- Eine auf Ausgleich ausgerichtete Waldpolitik.
Die Aufgabe besteht darin, eine Balance zwischen den unterschiedlichen gesellschaftlichen Anforderungen zu finden. Der Wald soll intelligent genutzt, aber nicht verbraucht werden. Dazu gehören auf internationaler Ebene klare, einheitliche und rechtlich verbindliche Vereinbarungen und Standards für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung.
Trotz weitgehender Einigung bei Fachthemen wie der Multifunktionalität der Wälder, nachhaltiger Waldbewirtschaftung und internationaler Zusammenarbeit, konnte auf einer Konferenz noch keine Einigung auf eine verbindliche regionale Konvention erzielt werden. Es besteht jedoch die Hoffnung, dass die Forest Europe-Signatarstaaten in naher Zukunft eine Lösung finden werden.
