Dahn ist eine Stadt im Landkreis Südwestpfalz und gemessen an der Einwohnerzahl dessen viertgrößte Ortsgemeinde. Sie ist Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland, innerhalb derer sie die größte Ortsgemeinde darstellt. Dank einer steigenden Geburtenrate im Dahner Felsenland wird der Bedarf an freien Plätzen in den Kindertagesstätten der Region künftig zunehmen. Dieser Entwicklung trägt auch der Neubau einer kommunalen Kindertagesstätte oberhalb des Schulzentrums von Dahn Rechnung.
Seit 2021 entstand hier ein zweistöckiges Gebäude mit der Bezeichnung „Hochstein-Strolche“. Es erhält lichtdurchflutete Räume durch viele Panoramafenster. Die neuen und größeren Räume nehmen acht Gruppen inklusive Hort auf. In der Küche mit gewerblicher Ausstattung, separater Spülküche und angeschlossenem Speisesaal können bis zu 200 Essen pro Tag zubereitet werden. Auch eine Rezeption und eine Turnhalle sind vorhanden.
Flächen werden stark befahren
Um die Verkehrssituation zu entschärfen, erhält die Kita eine eigene Zufahrt oberhalb des Busbahnhofs vom Schulzentrum sowie einen Gehweg für Fußgänger, der bis zum „Haus am Kurpark“ verlängert wird. Besonderes Augenmerk legten die Planer auf die Befestigung der Parkplätze für Personal und Eltern unmittelbar vor dem Gebäude.
Marco Burkard vom Ingenieurbüro Dilger aus Dahn erläutert die Gründe: „Die rund 600 m² großen Flächen werden künftig täglich intensiv befahren. Nicht nur PKW, auch Kleintransporter, die die Mensa andienen, rangieren auf den Flächen. Daher war es uns wichtig, für die Befestigung einen Pflasterbelag zu wählen, dem die Schub- und Scherkräfte, mit denen die Fahrzeuge auf die Fläche einwirken, auch auf Dauer nichts anhaben können.“
Einsteinpflaster sorgt für optimale Fugenausprägung
Weil man bereits an anderen Stellen mit dem 10 cm dicken CombiStabil-Pflastersystem aus der Einstein-Pflasterfamilie gute Erfahrungen gesammelt hatte, war dieses System auch für die Kita in Dahn erste Wahl. Das Pflastersystem wurde vom Betonwerk Pfenning aus Lampertheim geliefert.
Das Besondere an diesem System ist die D-Punkt-Fugentechnik, die dafür sorgt, dass es bei der Verlegung der Steine nur zu einer punktuellen, minimalen Berührung an den Steinunterkanten kommt. Im Gegensatz zu vielen anderen Verbundpflastern mit Abstandhalter- oder Verbundnockensystemen bleibt der Anteil der Kontaktflächen zwischen den Steinen sehr gering. Eine Knirschverlegung wird so vermieden, die zur Aufnahme von Verkehrsbelastungen notwendige Fuge bleibt erhalten und eine optimale Kraftübertragung zwischen den Steinen wird gewährleistet.
Marco Burkard erklärt: „Schub- und Horizontalkräfte, die der Verkehr auf der Fläche verursacht, werden über das Fugenmaterial abgepuffert und gleichmäßig in die Tragschichten weitergeleitet. Weil die Flächen zudem ein leichtes Gefälle aufweisen, haben wir uns für eine Verlegung der Steine im Format 18 × 30 cm im Ellenbogenverband entschieden. Verschiebungen in der Pflasterfläche werden damit vermieden.“
Optische Trennung der Funktionsbereiche
„Neben den Stabilitätseigenschaften spielte auch die Optik der Pflasterfläche eine wichtige Rolle“, so Marco Burkard. Fahrbahn, Parkplätze und Gehwege sollten klar voneinander getrennt werden. Die Fahrbahn wurde in Buntsandstein ausgeführt, die Parkplätze in kontrastierendem Anthrazit und die Gehwege in einem helleren Titanfarbton. Titanfarbige Läufer trennen zusätzlich die Parkflächen.
Auf diese Weise ist das Areal klar strukturiert und die einzelnen Funktionsbereiche sind auf Anhieb gut erkennbar. Nach den Sommerferien 2022 nahm die neue Kita ihren Betrieb auf. Die Baukosten betrugen rund 6 Millionen Euro.


