Spezielle Arbeitsgebiete

Elektronische Wildwarnanlagen zur Reduzierung von Wildunfällen

Elektronische Wildwarnanlagen sollen die Zahl der Wildunfälle in Europa reduzieren. Experten bestätigen die Wirksamkeit der Technik, die sich in kritischen Waldbereichen bewährt hat. Sie bieten effizienten Schutz für Mensch und Tier.

Erfolgreiche Anwendung und Funktionsweise der Wildwarnanlagen

In Deutschland ereignet sich alle zweieinhalb Minuten ein Wildunfall mit Rehen, Hirschen oder Wildschweinen. Dies führte im vergangenen Jahr zu rund 2.800 verletzten Verkehrsteilnehmern und knapp einem Dutzend Verkehrstoten. Experten schätzen die Dunkelziffer der Wildunfälle als hoch ein. Elektronische Wildwarnanlagen sollen diese Zahlen künftig europaweit reduzieren.

Die Technik der neuen Anlagen hat sich bewährt und bietet gerade in kritischen Waldbereichen mit häufigem Wildwechsel einen effizienten Schutz für Mensch und Tier.

Dies erklärte Uwe Hahner, Verkehrsexperte der Dambach Werke GmbH. Internationale Experten aus Politik, Verwaltung und Forschung bestätigten diese Einschätzung auf einer Wildunfall-Fachtagung im ADAC-Sicherheitszentrum Grevenbroich.

Nach Angaben des Landesjagdverbandes Hessen konnten in Sachsen-Anhalt und in der Schweiz durch den Einsatz solcher Anlagen die Wildunfälle an Unfallschwerpunkten um 98 bis 100 Prozent gesenkt werden.

Das Potenzial von Wildwarnanlagen für die Verkehrssicherheit ist groß. Wir gehen davon aus, dass sie künftig vor allem dort zum Einsatz kommen, wo die Wildtiere festen Routen folgen.

Sobald sich ein Tier der Straße nähert, leuchten großflächige Warnschilder in LED-Technik mit dem Hinweis „Wildwechsel“ auf und zeigen eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h an.

Jeder Detektor der Anlage kann einen Bereich von bis zu 75 Metern überwachen und ist etwa 1,5 Meter neben dem Fahrbahnrand positioniert. Durch die Aneinanderreihung mehrerer Detektoren lässt sich eine theoretisch unbegrenzte Strecke überwachen.

Da Wild häufig festen Wegen folgt, ist die Überwachung einer Strecke von 300-400 Metern jedoch meist ausreichend.

Die Masten werden am rechten Straßenrand aufgestellt. Sobald die Sensoren eine Wärmequelle oder Bewegung erfassen, senden sie ein Signal an die Anzeigetafeln.

Technische Details und weitere Vorteile der Systeme

Der Erfassungsbereich des Passiv-Infrarotsensorsystems hängt von der Größe, Geschwindigkeit und dem Temperaturkontrast des erfassten Ziels ab. Experten gehen davon aus, dass elektronische Wildwarnanlagen nicht isoliert eingesetzt werden, sondern in Kombination mit bewährten Methoden wie Reflektoren und Duftzäunen.

Die Anlagen sind das Ergebnis einer Entwicklungsarbeit der Dambach Werke GmbH. Die Anzeigen nutzen energieeffiziente LED-Technik, die im Optiklabor in Kuppenheim entwickelt wird.

Abstrahlwinkel und Leuchtstärke der Anzeigen werden dabei genau definiert und so konstruiert, dass sie beim Fahrer auch bei Nacht maximale Aufmerksamkeit hervorrufen.

Ein Vorteil der Anlagen ist ihre lange Lebensdauer und der geringe Wartungsaufwand. Zudem können die Systeme zur Verkehrsdatenerfassung genutzt werden.

16.04.2008

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

SWARCO DAMBACH GmbH

Adolf-Dambach-Straße
76571Gaggenau
Deutschland

Tel.:+49 7225 64 01
Fax:

E-Mail:
Web: 

Zurück