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EMI: Deutsche Industrie im Höhenflug

Die deutsche Industrie verzeichnete im Dezember 2013 den stärksten Produktionsanstieg seit zweieinhalb Jahren. Der Einkaufsmanager-Index (EMI) notierte zum sechsten Mal in Folge oberhalb der neutralen Wachstumsschwelle und schuf neue Stellen.

Optimistische Aussichten für das kommende Jahr

Die rasante Zunahme der Auftragseingänge und die stärkste Ausweitung der Einkaufsmenge seit zweieinhalb Jahren lassen uns optimistisch ins neue Jahr blicken. Das nun schon seit Mai 2013 anhaltende Produktionswachstum dürfte sich auch in den nächsten Monaten fortsetzen.

Dies betonte Dr. Christoph Feldmann, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME).

Zum Jahresende 2013 setzte nicht nur der deutsche Aktienmarkt zu Höhenflügen an, sondern auch der EMI. Während der DAX historische Höchststände markierte, reichte es hingegen beim EMI 'nur' zu einem Zweieinhalbjahreshoch. Die konjunkturellen Signale für 2014 seien eindeutig aufwärts gerichtet. Einen Anstieg des deutschen Bruttoinlandsprodukts von 2,0 Prozent halte ich daher 2014 für sehr wahrscheinlich; Wachstumsraten wie in den Jahren 2010 und 2011 von bis zu 4,0 Prozent sind dagegen eher nicht zu erwarten.

So äußerte sich Dr. Gertrud R. Traud, Chefvolkswirtin der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen. Im damaligen Umfeld sei der EMI im Februar 2011 bis auf 62,7 nach oben geklettert. Dieser Wert dürfte in diesem Zyklus vermutlich nicht zu erreichen sein. Auch die Entwicklung am deutschen Aktienmarkt scheine weitgehend ausgereizt, weshalb 2014 mit Rückschlägen gerechnet werden müsse.

Das konjunkturelle Umfeld für das neue Jahr ist vielversprechend. Bei der Auftragsentwicklung aus dem Inland, zunehmend aber auch beim Export, spüren die Unternehmen Besserung.

Dies stellte Dr. Dirk Schlotböller, Leiter des Referats Konjunktur, Wachstum, Unternehmensbefragungen beim DIHK, fest.

Hintergrund und Bedeutung des EMI

Der Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI) dient als monatlicher Frühindikator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Er wird seit 1996 unter der Schirmherrschaft des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) in Frankfurt veröffentlicht. Die Erstellung erfolgt durch die britische Forschungsgruppe Markit Economics in London. Der Index basiert auf der Befragung von 500 Einkaufsleitern und Geschäftsführern der verarbeitenden Industrie in Deutschland, die nach Branche, Größe und Region repräsentativ ausgewählt werden. Der EMI orientiert sich am Vorbild des US-Purchasing Manager’s Index (PMI).

06.01.2014

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