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Industrie startet robust ins Jahr

Die deutsche Industrie wächst weiter: Produktion und Aufträge steigen, der EMI bleibt klar im Plus. Gleichzeitig belasten Lieferengpässe, knappe Rohstoffe und stark steigende Preise die Entwicklung zu Jahresbeginn spürbar.

Lieferprobleme und Kostenanstieg bleiben Herausforderung

Die deutsche Industrie ist mit Wachstum in das neue Jahr gestartet. Der Einkaufsmanager-Index (EMI) lag im Januar bei 57,1 Punkten und signalisiert weiterhin eine stabile Expansion im verarbeitenden Gewerbe. Sowohl Produktion als auch Auftragseingänge legten erneut zu, wenn auch mit etwas geringerer Dynamik als im Vormonat.

Damit bleibt die Industrie ein zentraler Stabilitätsfaktor der Wirtschaft. Gleichzeitig zeigen die aktuellen Daten, dass sich bestehende Herausforderungen entlang der Lieferketten weiter verschärfen.

Wachstum trotz schwieriger Rahmenbedingungen

„Deutschlands Industrie zeigt sich zu Jahresbeginn in robuster Verfassung und setzt ihren Wachstumskurs trotz Corona-Lockdown auch im Januar fort. Damit erweist sich das Verarbeitende Gewerbe als wichtiger Stützpfeiler für die größte Volkswirtschaft Europas“

Der positive Trend wird vor allem durch eine anhaltend hohe Nachfrage gestützt. Auch der Beschäftigungsabbau hat sich verlangsamt, während der Geschäftsausblick ein Rekordniveau erreicht.

Lieferketten unter Druck

Engpässe bei Rohstoffen sowie fehlende Transportkapazitäten führen jedoch zunehmend zu Störungen in den Lieferketten. Insbesondere der Mangel an Schiffscontainern sorgt für Verzögerungen und sinkende Lagerbestände.

Diese Entwicklung stellt vor allem den Einkauf vor neue Herausforderungen. Unternehmen reagieren mit verstärktem Risikomanagement und überprüfen ihre Lieferantennetzwerke intensiver.

Preisdruck durch knappe Ressourcen

Parallel zu den Lieferproblemen steigen die Einkaufspreise deutlich an. Vor allem metallische Rohstoffe verteuerten sich weiter, getrieben durch ein begrenztes Angebot und eine steigende Nachfrage auf den Weltmärkten.

Beispielsweise zeigt sich am Kupfermarkt ein Angebotsdefizit, während gleichzeitig die Nachfrage durch technologische Entwicklungen und die Energiewende wächst. Eine kurzfristige Entspannung ist daher nicht in Sicht.

Stimmung bleibt positiv – mit Einschränkungen

„Die Stimmung in der Industrie ist weiterhin recht gut. Die seit November 2020 laufenden Lockdowns behindern vornehmlich die Dienstleistungssektoren“

Trotz der insgesamt positiven Entwicklung bleibt der Ausblick von Unsicherheiten geprägt. Steigende Preise, gestörte Lieferketten und globale Marktverwerfungen dürften die Industrie auch in den kommenden Monaten begleiten.

Dennoch zeigt sich, dass die Industrie im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen widerstandsfähig bleibt und weiterhin wichtige Impulse für die wirtschaftliche Erholung liefert.

02.02.2021

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