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Industrieproduktion erreicht im März Allzeithoch

Die deutsche Industrie verzeichnete im März ein deutliches Wachstum, mit einem neuen Allzeithoch des Einkaufsmanager-Index von 66,6 Punkten. Dies übertrifft alle bisherigen Werte seit 1996 und deutet auf eine starke Erholung hin.

Herausforderungen und Ausblick der deutschen Industrie

Es ist bemerkenswert, wie erfolgreich sich die deutsche Industrie gegen die negativen Auswirkungen der Corona-Krise stemmt.

Dies betonte Dr. Silvius Grobosch, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME). Er äußerte jedoch Sorge über die deutlich gestiegenen Einkaufspreise, die er auf Engpässe bei Rohstoffen und anderen Vormaterialien zurückführt.

Die deutsche Industrie brummt wie kaum zuvor und 2021 könnte ein außerordentlich gutes Jahr werden. Diese Prognose steht aber unter dem Vorbehalt, dass es keinen Komplett-Lockdown mehr geben wird.

So kommentierte Dr. Gertrud R. Traud, Chefvolkswirtin der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen, die EMI-Daten. Sie hob hervor, dass Corona weiterhin eine wesentliche Rolle für die deutsche Wirtschaft spiele. Insbesondere der Export trage zum Aufschwung bei, da wichtige Abnehmerländer wie China und die USA sich gut entwickelten oder bei den Impfungen weit fortgeschritten seien.

Die deutsche Politik hat es jetzt in der Hand, was mit der deutschen Industrie in diesem Jahr noch passiert. Boom or Bust und damit Aufschwung oder Pleite.

Ergänzte die Helaba-Bankdirektorin.

Die Stimmungswerte sprechen eine klare Sprache: Der Weg aus der Corona-Krise ist vorgezeichnet.

Stellte Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, fest. Er merkte an, dass unklar bleibe, wie schnell dieser Weg beschritten werden könne, unabhängig von anhaltenden Belastungen durch Infektionen oder Gegenmaßnahmen.

Entwicklung der Einkaufspreise im Detail

Dr. Heinz-Jürgen Büchner, Managing Director Industrials, Automotive & Services der IKB Deutsche Industriebank AG, äußerte sich zur Entwicklung des EMI-Teilindex Einkaufspreise. Er berichtete, dass sich die meisten börsennotierten Rohstoffpreise im März seitwärts bewegten, während die Preise für Warmbreitband und verzinkte Bleche kräftig anstiegen.

Eine hohe Nachfrage und ein unzureichendes Angebot führten dazu, dass der Preis für Warmbreitband erstmals wieder die Marke von 1.000 Euro je Tonne überschritt. Büchner erwartet den Höhepunkt der Spotmarktpreise im zweiten Quartal, sieht jedoch weiterhin Potenzial für die Halbjahreskontraktpreise im zweiten Halbjahr 2021.

07.04.2021

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