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EMI startet mit deutlichem Wachstum ins neue Jahr

Die deutsche Industrie verzeichnete zu Jahresbeginn einen starken Aufschwung. Der Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI) erreichte im Januar 2014 ein 32-Monatshoch, getragen von erhöhten Fertigungsvolumen und gestiegenen Auftragseingängen.

Konjunkturelle Einschätzungen und Ausblick der Experten

Das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland ist offensichtlich auf bestem Wege, den aktuellen Aufwärtstrend auch in den Folgemonaten fortsetzen zu können. Uns beunruhigt allerdings die im Januar erneut gestiegene Kostenbelastung in den Unternehmen.

Dies betonte Dr. Christoph Feldmann, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME). Dr. Gertrud R. Traud, Chefvolkswirtin der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen, ergänzte, dass die deutsche Wirtschaft zu Jahresbeginn deutlich Fahrt aufgenommen habe und der Frankfurter Aktienmarkt im Januar Höchststände erreichte. Die Börsendynamik habe jedoch in der zweiten Monatshälfte nachgelassen.

Die neue Unsicherheit aus den Schwellenländern dürfte noch eine Weile als Belastungsfaktor auf den Märkten liegen. So wird vermutlich der nächste EMI bereits etwas geringer ausfallen. Für ein Wachstum des deutschen Bruttosozialprodukts von rund zwei Prozent sollte aber auch der zu erwartende geringere Schwung noch ausreichen.

Dr. Alexander Schumann, Chefvolkswirt des DIHK, teilte dem BME mit, dass die Konjunktur auf Kurs sei. Die Industrie profitiere vom wieder aufgehellten internationalen Umfeld und den anhaltenden Impulsen der Binnenkonjunktur. Der DIHK prognostiziert daher ein Jahreswachstum von 2,0 Prozent.

Wachstumsrisiken und politische Rahmenbedingungen

Trotz der aktuell guten Lage und des optimistischen Ausblicks sind die Wachstumsrisiken nicht verschwunden. Schumann wies darauf hin, dass die Bundesregierung den Unternehmen Hürden wie Mindestlohn und Frühverrentung in den Weg stelle, gerade jetzt, da sich die Euro-Staatsschulden-Krise beruhige. Er forderte Reformen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und des Beschäftigungsaufbaus.

Hintergrund des Markit/BME-Einkaufsmanager-Index

Der Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI) dient als monatlicher Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Er wird seit 1996 unter der Schirmherrschaft des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) veröffentlicht. Die Erstellung erfolgt durch die britische Forschungsgruppe Markit Economics. Grundlage des Index ist eine Befragung von 500 Einkaufsleitern und Geschäftsführern der verarbeitenden Industrie in Deutschland, die repräsentativ nach Branche, Größe und Region ausgewählt werden. Der EMI orientiert sich am Vorbild des US-Purchasing Manager's Index (PMI).

05.02.2014

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