Hintergrund und Notwendigkeit des neuen DWA-Merkblatts
Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) entwickelt ein neues Merkblatt mit dem Titel "Empfehlungen für Planung und Betrieb von dezentralen Anlagen zur Niederschlagswasserbehandlung" (DWA-M 179). Ziel ist es, einen Regelungsrahmen für die Planung und den Betrieb dieser Anlagen zu schaffen.
Dezentrale Anlagen zur Behandlung von Regenabflüssen im Trennsystem sind in den letzten Jahren in großer Vielfalt auf den Markt gekommen. Sie finden Anwendung, wenn Niederschlagsabflüsse hohe stoffliche Belastungen aufweisen, beispielsweise bei Metalldächern, oder wenn nur begrenzte Platzverhältnisse zur Verfügung stehen.
Diese Anlagen nutzen oft verschiedene verfahrenstechnische Prinzipien wie Sedimentation, Filtration, Ionenaustausch und Adsorption. Die spezifischen Eigenschaften dezentraler Behandlungsanlagen führen jedoch zu Unsicherheiten bei Planern, Aufsichtsbehörden und Betreibern. Dies kann im Einzelfall zu einer schwer kalkulierbaren Belastung der Gewässer führen.
Das geplante Merkblatt soll diese Unsicherheiten reduzieren. Es wird sich vorrangig auf Einleitungen in Oberflächengewässer konzentrieren und richtet sich primär an die Betreiber der Anlagen. Die Fertigstellung des Merkblatts ist für Mitte 2016 vorgesehen.
Hinweise und Anregungen zu diesem Vorhaben nimmt die DWA-Bundesgeschäftsstelle entgegen. Ansprechpartner ist Dipl.-Ing. Christian Berger, Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef. Erreichbar ist er unter Tel. 02242/872-126, Fax 02242/872-184 oder per E-Mail unter berger@dwa.de.