Herausforderungen in Hamburgs Klinkerquartieren meistern
Bereits im Vorjahr äußerten Architektenverbände, Hochschulen und Städtebaugesellschaften Bedenken hinsichtlich einer möglichen Beeinträchtigung des Hamburger Stadtbildes. Anlass waren städtebaulich nicht abgestimmte Gebäudemodernisierungen, die insbesondere die charakteristischen Klinkerquartiere der Vorkriegszeit betreffen.
Auf dem Forum diskutierten Vertreter von Wohnungsbaugenossenschaften, dem BDA Hamburg, der Fritz Schumacher Gesellschaft, dem Denkmalschutzamt und einem Bausanierer über die ästhetischen Aspekte gedämmter Fassaden. Dipl.-Ing. Horst Klockgether, Leiter des Röben Planungsservice, stellte Fassadensanierungen mit Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS) und Klinkerriemchen vor. Er präsentierte Beispiele vorbildlich sanierter Hamburger Wohnobjekte, darunter sowohl aktuell modernisierte kleinere Wohnanlagen als auch Hochhäuser, die bereits vor über zehn Jahren erfolgreich mit Röben-Riemchen saniert wurden.
Vorteile von WDVS mit Klinkerriemchen für die Stadtbildpflege
Im Fokus der Präsentationen standen neben der verbesserten Dämmwirkung auch die optische Aufwertung der Gebäude und der daraus resultierende Mehrwert für Vermieter und Mieter. Ein Konsens bestand darin, dass eine intakte Außenfassade die Voraussetzung für eine nachträgliche Innendämmung bildet.
Für Klinkerquartiere wird eine WDVS-Sanierung mit Riemchen als geeignete Methode angesehen, um die Gebäude weiterhin harmonisch in ihre Umgebung zu integrieren. Fachleute betonten zudem, dass eine solche Fassadenlösung bauphysikalisch unbedenklich und auch für hohe Gebäude einsetzbar ist. Da Klinkerriemchen aus natürlichem Ton gebrannt und farbbeständig sind, wird ihre Verwendung als ökologisch und klimaschonend bewertet.
