Grüne Stadtentwicklung: BGL und Deutscher Städtetag im Dialog

Die Grüne StadtVerbände und Organisationen

BGL-Vizepräsident Eiko Leitsch und Hilmar von Lojewski vom Deutschen Städtetag diskutierten über die Bedeutung von Stadtgrün. Die Charta Zukunft Stadt und Grün bietet vielfältige Lösungsansätze für eine nachhaltige Stadtgestaltung und findet Anklang beim Städtetag.

Austausch über die Bedeutung von Stadtgrün

Eiko Leitsch, Vizepräsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), traf sich am 25. September 2014 in Köln mit Hilmar von Lojewski, dem Leiter des Dezernats Stadtentwicklung, Bauen, Wohnen und Verkehr beim Deutschen Städtetag (DST). Das Treffen, an dem sieben weitere Unterzeichner der Charta Zukunft Stadt und Grün teilnahmen, diente dem Austausch über die Bedeutung von lebendigem Grün für die Stadtentwicklung.

Leitsch hob die vielfältigen Lösungsansätze hervor, die die Charta Zukunft Stadt und Grün für die Stadtgestaltung bietet. Von Lojewski zeigte sich überrascht über die Breite des Unterstützerkreises der Charta und erkannte inhaltliche Parallelen zum Positionspapier „Anpassung an den Klimawandel“ des Deutschen Städtetages, das ebenfalls zahlreiche Handlungsfelder der Charta aufgreift.

Grün ist auf dem Weg zum Symbol fürs gute Leben! Für immer mehr Menschen in der Stadt ist echtes Grün inzwischen unverzichtbar für eine gute Atmosphäre, ein besseres Klima und ein höheres Wohlbefinden im öffentlichen, gewerblichen und privaten Umfeld. Mit der Charta „Zukunft Stadt und Grün“ zeigen wir das Potenzial und den Nutzen von städtischem Grün auf.

Christian Siegel vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ergänzte, dass Menschen in grünen Städten sich wohler und gesünder fühlen. Er betonte die Rolle öffentlicher Grünflächen als Treffpunkte für Spiel und Sport sowie als Orte der Begegnung für verschiedene Kulturen und Religionen. Stefan Lenzen, Vizepräsident des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA), unterstrich die Notwendigkeit, die Bedeutung von Grün in der Stadtplanung wieder stärker zu betonen.

Götz Stehr, Vorsitzender der Gartenamtsleiterkonferenz (GALK), hob die Bedeutung des Erhalts und der Pflege städtischer Grünflächen hervor. Der Pflegezustand von Freianlagen sei für Gartenamtsleiter ein größeres Anliegen als deren Neubau. Von Lojewski stellte zudem ein verändertes Bürgerverhalten fest, bei dem Bürgerengagement und das Stiftungswesen in Zusammenarbeit mit den Stadtverwaltungen eine zunehmend wichtige Rolle spielen werden.

Von Lojewski bot an, die Charta in den Gremien des Städtetages zu beraten und bei positiver Prüfung eine Unterzeichnung durch den Deutschen Städtetag zu veranlassen.

Inhalte der Charta Zukunft Stadt und Grün

Die Charta wird von 37 Unterzeichnern getragen und definiert in acht Wirkungs- und Handlungsfeldern die Beiträge urbanen Grüns zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Dazu gehören die Abmilderung der Folgen des Klimawandels, die Gesundheitsförderung, die Sicherung sozialer Funktionen und die Steigerung der Standortqualität. Weitere Aspekte sind der Schutz von Boden, Wasser und Luft, der Erhalt des Artenreichtums, die Förderung bau- und vegetationstechnischer Forschung sowie die Schaffung gesetzlicher und fiskalischer Anreize.

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