Allgemeines

dlv-Projekt in Ghana: Stärkung von Kleinbäuerinnen erfolgreich abgeschlossen

Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) hat ein dreijähriges Projekt in Ghana erfolgreich beendet. 4.000 Frauen wurden in Ernährung und Hygiene geschult, 120 in politischer Interessenvertretung. Zudem verbesserte sich die Reisproduktion, was das Einkommen der Kleinbäuerinnen steigerte.

Erfolgreiche Bilanz nach dreijähriger Projektarbeit

Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) hat nach dreijähriger Projektarbeit in Ghana eine Bilanz gezogen. Im Rahmen des Projekts wurden 4.000 Frauen aus 40 Gemeinden in den Bereichen Ernährung, Hygiene und Hausgärten geschult. Zusätzlich erhielten 120 Frauen eine Ausbildung zur effektiven politischen Interessenvertretung vor Ort. 20 Frauen konnten die Verbandsarbeit in Deutschland kennenlernen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Verbesserung der Reisproduktion. 150 Reisproduzentinnen stellten durch eine vom dlv eingeführte Technik einen Teil ihrer Produktion auf Parboiled Reis um. Dies zielte darauf ab, die Qualität zu steigern und somit das Einkommen zu erhöhen.

Ziele und Umsetzung des Projekts

Der dlv verfolgte das Ziel, Kleinbäuerinnen und LandFrauen in Ghana zu stärken und damit zur Ernährungssicherheit im Land beizutragen. Die Zusammenarbeit erfolgte gezielt mit diesen Gruppen, um sich für eine gleichberechtigte Teilhabe in der Land- und Ernährungswirtschaft einzusetzen. Frauen spielen in Ghana eine Rolle als Produzentinnen von Agrarprodukten und als Ernährerinnen der Familie.

Die dlv-Präsidentin Petra Bentkämper äußerte sich zum Projektabschluss:

Wir sind der festen Überzeugung, dass Frauen eine zentrale Rolle bei der Stärkung einer nachhaltigen, landwirtschaftlichen Entwicklung und bei der Verbesserung der Ernährungssicherheit spielen. Eine explizite Förderung von Frauen ist also unbedingt erforderlich.

Seit 2017 wurden im Rahmen des Projekts LandFrauen aus der Volta Region, Brong Ahafo und Greater Accra in Seminaren zur Ernährungsbildung und zur Weiterverarbeitung von Reis geschult. Gemeinsam mit den Partnerorganisationen vor Ort, FONG Farmers Organisation Network Ghana und DAA Development Action Association, vermittelte der dlv den Frauen auch Kenntnisse zur Interessenvertretung.

Finanzielle Unabhängigkeit und Interessenvertretung

Das Projekt ermöglichte den ghanaischen Frauen Wege zu größerer finanzieller Unabhängigkeit und befähigte sie, ihre Interessen gegenüber der Politik selbstbewusst einzufordern. Die Bedeutung des Zusammenschlusses zu starken Frauengruppen und der Bildung unterstützender Netzwerke wurde den Projektteilnehmerinnen während einer Seminarreise nach Deutschland vermittelt.

Lydia Sasu, Geschäftsführerin der dlv-Partnerorganisation DAA, betonte die Bedeutung der Arbeit:

Durch das Projekt wurde es Kleinbäuerinnen ermöglicht, ihre Stimmen zu erheben, damit ihre Interessen wahrgenommen und Veränderungen angestoßen werden. Diese Arbeit ist wichtig und muss fortgeführt werden, gerne zusammen mit dem dlv.

Um die Nachhaltigkeit der Arbeit zu sichern, beantragt der dlv derzeit ein Folgeprojekt in Ghana, um die internationale Unterstützung für LandFrauen fortzusetzen.

Das dlv-Projekt der LandFrauen gGmbH trug zum Gesamtvorhaben der Grünen Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft (GIAE) der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) bei. Es war zudem Teil der „Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger“ (SEWOH) des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ).

10.05.2020

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