Anstieg des Krankenstandes durch Atemwegserkrankungen
Atemwegserkrankungen verursachten 2015 bei 100 erwerbstätigen Versicherten der DAK-Gesundheit rund 249 Fehltage, was einem Anstieg von 53 Tagen gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser Zuwachs ist maßgeblich auf schwere Erkältungen wie Bronchitis zurückzuführen, deren Anzahl um mehr als ein Viertel stieg.
Die Auslöser von Erkältungen haben eine gewisse Mutationsfreudigkeit und können so das Immunsystem immer wieder neu herausfordern. Daher erkranken in manchen Jahren mehr Beschäftigte. Es ergeben sich dadurch Wellenbewegungen beim Krankenstand, die aber nicht weiter dramatisch sind.
Im Durchschnitt war bundesweit jeder zweite Berufstätige im Jahr 2015 mindestens einmal krankgeschrieben.
Verteilung der Arbeitsunfähigkeitstage nach Diagnosegruppen
Mehr als die Hälfte aller Arbeitsunfähigkeitstage (54,5 Prozent) entfiel auf drei Hauptdiagnosegruppen. Muskel-Skelett-Erkrankungen, wie Rückenschmerzen, waren der häufigste Grund für Fehltage und verursachten über ein Fünftel (21,7 Prozent) aller Ausfalltage.
An zweiter Stelle folgten Atemwegserkrankungen mit einem Anteil von 16,6 Prozent. Psychische Erkrankungen belegten mit 16,2 Prozent den dritten Rang, wobei die Ausfälle in dieser Kategorie um knapp drei Prozent zunahmen. Verletzungen machten 11,7 Prozent der Fehltage aus und lagen damit an vierter Stelle.
Branchenunterschiede beim Krankenstand
Die Branchen mit dem höchsten Krankenstand im Jahr 2015 waren das Gesundheitswesen sowie Verkehr, Lagerei und Kurierdienste, die jeweils einen Krankenstand von 4,7 Prozent aufwiesen. Den niedrigsten Krankenstand verzeichnete der Bereich Datenverarbeitung und Informationsdienste mit 2,9 Prozent.
Die Analyse des Krankenstandes basierte auf den Daten von 2,7 Millionen erwerbstätigen Versicherten der DAK-Gesundheit und wurde vom IGES Institut in Berlin durchgeführt. Die DAK-Gesundheit zählt zu den größten gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland und versichert insgesamt 6,1 Millionen Menschen.
