Energiepreise als Haupttreiber der Entwicklung
Die Energiepreise lagen im Dezember 2021 durchschnittlich 69,0 % über dem Niveau des Vorjahresmonats. Gegenüber November 2021 erhöhten sich diese Preise um 15,7 %. Maßgeblich für den starken Anstieg der Energiepreise waren Erdgas in der Verteilung mit einem Plus von 121,9 % und elektrischer Strom mit einem Zuwachs von 74,3 %.
Ohne Berücksichtigung der Energiepreise stiegen die Erzeugerpreise im Dezember 2021 um 10,4 % im Vergleich zum Vorjahr und um 0,7 % gegenüber dem Vormonat.
Entwicklung bei Vorleistungsgütern
Vorleistungsgüter verteuerten sich im Dezember 2021 um 19,3 % gegenüber dem Vorjahr und um 0,9 % im Vergleich zum Vormonat. Den größten Einfluss auf diese Entwicklung hatten Metalle insgesamt mit einem Preisanstieg von 36,1 %. Innerhalb dieser Kategorie stiegen die Preise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen um 54,4 %, während Nichteisenmetalle und deren Halbzeuge 24,5 % mehr kosteten.
Besonders hohe Preisanstiege gegenüber dem Vorjahr waren bei Sekundärrohstoffen (+69,1 %), Verpackungsmitteln aus Holz (+66,9 %) sowie Düngemitteln und Stickstoffverbindungen (+63,5 %) zu verzeichnen. Letztere stiegen allein gegenüber November um 13,8 %. Nadelschnittholz war 61,5 % teurer als im Dezember 2020, wobei die Preise hier im Vormonatsvergleich den vierten Rückgang in Folge verzeichneten.
Wellpapier und Wellpappe verteuerten sich um 41,3 % gegenüber dem Vorjahr, Papier und Pappe um 30,3 %. Die Preise für Futtermittel für Nutztiere stiegen um 26,8 % und für Getreidemehl um 21,5 %.
Verbrauchsgüter, Investitionsgüter und Gebrauchsgüter
Die Preise für Verbrauchsgüter lagen im Dezember 2021 um 4,7 % über dem Niveau des Vorjahresmonats und stiegen gegenüber November 2021 um 0,8 %. Nahrungsmittel waren 6,4 % teurer als im Vorjahr. Besonders stark erhöhten sich die Preise für pflanzliche, nicht behandelte Öle (+54,5 %) und Butter (+48,1 %), wobei Butter im Vergleich zum Vormonat um 7,6 % teurer wurde. Rindfleisch kostete 18,8 % mehr und Kaffee 10,6 % mehr als im Dezember 2020.
Investitionsgüter, wie Maschinen und Fahrzeuge, verzeichneten einen Preisanstieg von 3,8 % gegenüber dem Vorjahr. Hier waren die größten Zuwächse bei Teilen und Zubehör für Datenverarbeitungsmaschinen (+18,5 %) sowie bei Metallkonstruktionen (+17,9 %) zu beobachten.
Die Preise für Gebrauchsgüter stiegen im Dezember 2021 um 3,7 % im Vergleich zum Vorjahr, maßgeblich beeinflusst durch die Preisentwicklung bei Möbeln (+4,9 %).
Jahresdurchschnittliche Entwicklung 2021
Im Jahresdurchschnitt 2021 stiegen die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte um 10,5 % gegenüber dem Vorjahr 2020. Im Jahr 2020 waren sie noch um 1,0 % gegenüber 2019 gefallen. Die Energiepreise hatten aufgrund ihres hohen Wägungsanteils und des starken Preisanstiegs den größten Einfluss auf die durchschnittliche Veränderungsrate. Die Energiepreise stiegen im Jahresdurchschnitt um 24,8 % (2020 gegenüber 2019: -4,0 %). Erdgas war 41,7 % teurer als 2020, Mineralölerzeugnisse 27,6 % und elektrischer Strom 25,1 %.
Ohne Berücksichtigung der Energiepreise erhöhten sich die Erzeugerpreise 2021 um 6,1 % gegenüber dem Vorjahr (2020 gegenüber 2019: unverändert). Vorleistungsgüter waren 12,5 % teurer als 2020 (2020 gegenüber 2019: -1,5 %). Hier wirkte sich die Preisentwicklung für Metalle mit +25,4 % am stärksten aus. Metallische Sekundärrohstoffe waren im Jahresdurchschnitt sogar 69,3 % teurer als im Vorjahr. Gesägtes und gehobeltes Holz kostete 52,5 % mehr, Verpackungsmittel aus Holz 49,8 %. Die Preise für Futtermittel für Nutztiere stiegen um 19,3 %.
Die Preise für Gebrauchsgüter waren im Jahresdurchschnitt 2021 um 2,3 % höher als 2020, Investitionsgüter um 2,0 %. Verbrauchsgüter waren im Jahresdurchschnitt um 1,1 % teurer als 2020, ebenso wie Nahrungsmittel. Besonders stark stiegen die Preise für nicht behandelte pflanzliche Öle (+35,9 %). Butter kostete 17,6 % mehr als ein Jahr zuvor, Zucker 10,3 %. Im Gegensatz dazu sanken insbesondere die Preise für Schweinefleisch (-11,1 %).
