Verbände und Organisationen

Imagekampagne des Bundes deutscher Friedhofsgärtner

Der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) hat eine bundesweite Imagekampagne unter dem Motto „Es lebe der Friedhof!“ gestartet. Die Kampagne zeigt, wie kreativ und individuell Grabgestaltung sein kann und erzielt bereits erste Erfolge.

Kampagnenstart und erste Erfolge

Der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) hat am 1. Oktober eine bundesweite Imagekampagne unter dem Motto „Es lebe der Friedhof!“ gestartet. Die Inhalte und Ziele der Kampagne wurden am 27. Oktober im Gartenbauzentrum Essen vorgestellt.

Im Rahmen der Präsentation teilte der Bonner Theater- und Filmschauspieler Bill Mockridge seine persönlichen Gedanken zum Thema Tod. Junge Friedhofsgärtner gestalteten zudem ein Mustergrab, das Teil der Kampagne ist. Die Kampagne zeigt, wie kreativ und individuell Grabgestaltung sein kann. Dies wird durch Anzeigen in Printmedien, auf Werbegroßflächen und seit dem 26. Oktober auch durch einen Fernsehspot im ZDF kommuniziert.

Die Kampagne erzielt bereits erste Erfolge.

Die Motive erregen Aufsehen und animieren zum Nachdenken. Dass etwas in Gang gekommen ist, spüren wir an den gestiegenen Anfragen in unseren Friedhofsgärtnereien. Die Menschen setzen sich in viel stärkerem Maße mit der Bedeutung des Grabes als persönlicher Erinnerungsstätte auseinander – unsere Erfahrungen werden hier bestätigt: Oft bedarf es nur eines kleinen Anstoßes und man macht sich über das Thema Tod und Erinnerung Gedanken

Dies erklärte BdF-Vorsitzender Lüder Nobbmann am 27. Oktober.

Das Thema Tod und Erinnerung ist auch für Bill Mockridge relevant. Er äußerte sich dazu:

Friedhöfe sind für mich Orte der Ruhe. Je gepflegter, desto tiefer ist die Ruhe

Als gebürtiger Kanadier stellte er fest:

Die Deutschen sind Weltmeister in Sachen Grabpflege

Der Startzeitpunkt der Kampagne kurz vor den Totengedenktagen wurde bewusst gewählt, da in dieser Zeit die Themen Tod und Trauer stärker im öffentlichen Bewusstsein sind. Die Friedhofsgärtner möchten diese erhöhte Sensibilität nutzen, um zu zeigen, wie sie mit Kreativität und Ideenreichtum den heutigen Anforderungen an eine individuelle Grabgestaltung und -pflege gerecht werden.

Roland Wagner, verantwortlich für das Marketing beim BdF, betonte:

Wir Friedhofsgärtner müssen uns nicht verstecken, ganz im Gegenteil; schließlich sind wir es, die für die Menschen einen persönlichen Ort gestalten, an dem sie ihre Erinnerungen pflegen können

Am Tag der Pressekonferenz demonstrierten Meisterschüler des Gartenbauzentrums Essen live die Gestaltung eines Grabmotivs für eine Künstlerin. Dies sollte die Versprechen der Imagekampagne untermauern.

Interessierte finden weitere Informationen zur Kampagne und den Angeboten der Friedhofsgärtner auf der Internetseite des BdF. Dort können sie auch passende Friedhofsgärtner vor Ort finden und Ideen für die individuelle Grabgestaltung und -pflege mit Symbolpflanzen abrufen.

Der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im Detail

Von den bundesweit etwa 7.000 Gärtnereien, die friedhofsgärtnerische Leistungen anbieten, erzielen rund 2.200 über 50 % ihres Umsatzes mit der Friedhofsgärtnerei. Diese Betriebe sind über 16 Landesfachgruppen der einzelnen Gartenbau-Landesverbände im Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) organisiert. Etwa 4.000 Friedhofsgärtnereien sind als Dauergrabpflege-Vertragsgärtner einer regionalen Treuhandstelle für Dauergrabpflege oder als Mitglied einer Friedhofsgärtner-Genossenschaft tätig.

Die 25 bundesweit verteilten Friedhofsgärtner-Genossenschaften und Treuhandstellen für Dauergrabpflege sind Ansprechpartner für Friedhofsverwaltungen, Notare und Nachlasspfleger. Sie haben sich in der Arbeitsgemeinschaft Friedhofsgärtner-Genossenschaften und Treuhandstellen (ARGE) zusammengeschlossen und verwalten rund 250.000 Dauergrabpflegeverträge mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 16 Jahren.

Das primäre Ziel des Bundes deutscher Friedhofsgärtner ist die Sicherung der wirtschaftlichen Existenz seiner Mitgliedsbetriebe. Darüber hinaus soll die gewachsene Friedhofskultur erhalten bleiben, um auch zukünftig grüne, blühende Friedhöfe zu gewährleisten. Diese dienen als letzte Ruhestätte, Begegnungsstätte und erfüllen insbesondere in Ballungsgebieten eine ökologische Funktion als Grünraum.

30.10.2009

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