VWN trotzt globalen Herausforderungen
Das Jahr 2021 war für Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) erneut von den Auswirkungen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Herausforderungen auf dem weltweiten Halbleitermarkt geprägt. Trotz dieser Umstände konnte VWN insgesamt 359.500 Fahrzeuge an Kunden übergeben, was einem leichten Rückgang von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
„Während wir quasi unser Vorjahresniveau bei den Auslieferungen halten konnten, sehen wir eine sehr große und steigende Nachfrage unserer Fahrzeuge“, erklärt Lars Krause, Markenvorstand für Vertrieb und Marketing bei Volkswagen Nutzfahrzeuge. „Allein im zurückliegenden Jahr stiegen die Auftragseingänge um knapp 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein starkes Ergebnis für VWN. Unsere vornehmliche Aufgabe für die kommenden Monate lautet daher weiterhin, in der angespannten Produktionssituation unsere hohen Bestellungen abzuarbeiten.“
Entwicklung der Baureihen im Detail
Die T-Baureihe behauptet ihre Position als wichtigstes Modell von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Die Auslieferungen dieser Baureihe stiegen im vergangenen Jahr um 14,8 Prozent auf 166.400 Fahrzeuge. Besonders gefragt waren die California 6.1 Modelle, deren Auslieferungen um 20,2 Prozent auf 19.300 Camper zunahmen. Im Jahr 2021 wurde zudem der Neue Multivan, die siebte Generation des Modells, vorgestellt und im vierten Quartal an erste Händler ausgeliefert. Der Neue Multivan basiert auf dem MEB-Baukasten des Volkswagen Konzerns und ist erstmals auch als Plug-in-Hybrid-Version erhältlich. Zum Jahresende lagen bereits 13.500 Bestellungen vor.
Der neue Caddy war 2021 stark von der Halbleiterknappheit betroffen. Die Auslieferungen des Stadtlieferwagens sanken um 24,5 Prozent auf 85.200 Einheiten. Die Auftragseingänge für den neuen Caddy stiegen hingegen um 21,3 Prozent im Jahresvergleich, was die anhaltende Beliebtheit bei Privat- und Gewerbekunden unterstreicht.
Der Amarok, dessen Produktion sich auf das Werk in Argentinien konzentriert und der 2021 nicht mehr in Europa verkauft wurde, verzeichnete einen Rückgang auf 45.400 Auslieferungen. Eine neue Generation des Amarok, die aus einer Kooperation mit Ford entsteht, wird im Sommer 2022 vorgestellt und soll dann auch wieder in Europa verfügbar sein.
Der Crafter erreichte im vergangenen Jahr 62.300 Fahrzeuge. Dabei konnte der Anteil der vollelektrischen eCrafter auf 1.500 Einheiten gesteigert werden, was einem Zuwachs von 29,4 Prozent entspricht.
Zuwachs bei elektrifizierten Nutzfahrzeugen und Freizeitmobilen
Die Auslieferungen elektrifizierter Nutzfahrzeuge nahmen 2021 insgesamt zu. Von 2.700 Elektromodellen im Jahr 2020 stieg dieser Wert um 35,1 Prozent auf 3.600 Fahrzeuge. Volkswagen Nutzfahrzeuge setzt diesen Weg zur Elektromobilität mit der Weltpremiere des ID. Buzz am 9. März 2022 fort.
Die Nachfrage nach den Premium-Freizeitmobilen von VWN blieb ebenfalls hoch. Die California-Modelle des T6.1, des Crafter und des Caddy wurden 2021 insgesamt 23.300 Mal an Kunden übergeben. Diese beliebten Camper erzielten einen Zuwachs von über 28 Prozent.
Die Auslieferungszahlen nach Baureihen im Überblick:
- T-Baureihe: 166.400 (+ 14,8 Prozent)
- Caddy: 85.200 (- 24,5 Prozent)
- Amarok: 45.400 (- 13,0 Prozent)
- Crafter: 62.300 (+ 1,0 Prozent)
- California-Modelle: 23.300 (+ 28,7 Prozent)
- Elektromodelle: 3.600 (+ 35,1 Prozent)
Regionale Auslieferungsentwicklung im Überblick
In Westeuropa lieferte VWN 248.700 Fahrzeuge aus. Deutschland blieb mit 91.000 Fahrzeugen der stärkste Markt, gefolgt von Großbritannien mit 36.800 und Frankreich mit 15.300 Einheiten.
Der Markt in Osteuropa war für VWN im vergangenen Jahr um 9,4 Prozent rückläufig auf 30.200 Fahrzeugübergaben. Polen blieb mit 9.100 Einheiten der größte Einzelmarkt in dieser Region.
In Nord- und Südamerika zeigten sich unterschiedliche Entwicklungen. Während Mexiko einen Rückgang auf 4.600 Fahrzeuge verzeichnete, wuchs die Region Südamerika insgesamt um 16,5 Prozent auf 32.900 Fahrzeuge. Dieser Zuwachs wurde hauptsächlich durch den argentinischen Markt mit einem Plus von 44,6 Prozent auf 18.700 Fahrzeuge getragen, während Brasilien einen Rückgang auf 7.900 Fahrzeuge verzeichnete.
Die Region Asien/Pazifik wuchs 2021 um 10,7 Prozent auf 17.500 Auslieferungen. Australien war hier der stärkste Einzelmarkt mit einem Zuwachs auf 12.500 Einheiten.
In Afrika konnte nach einem schwachen Jahr 2020 eine leichte Erholung auf 9.000 Fahrzeuge erreicht werden. Südafrika, der größte Einzelmarkt des Kontinents, verzeichnete trotz der Corona-Situation einen Zuwachs auf 5.200 Fahrzeuge.
Der Nahe Osten verzeichnete nach einem starken Vorjahr erneut ein Wachstum von 12,9 Prozent auf 16.600 Fahrzeuge. Die Türkei als größter Markt in dieser Region legte um 17,0 Prozent auf 14.700 Fahrzeuge zu.
