Wege-, Platz- und Terrassenbau

Feuerstellen im Garten: Planung und Sicherheit

Feuerstellen im Garten erfreuen sich großer Beliebtheit und ermöglichen die Nutzung des Außenbereichs auch in kälteren Monaten. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Feuerstelle sicher planen und gestalten, um Funkenflug und Rauchbelästigung zu vermeiden.

Feuerplätze gestalten und sicher planen

Für Gärten mit ausreichend Platz bieten sich fest installierte Feuerplätze an. Diese können freistehend oder in den Boden eingelassen sein und werden oft gemauert. Integrierte Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein. Die Gestaltung variiert je nach Gartenstil: rustikale Natursteine, moderne Elemente aus Edelstahl oder Waschbeton sind möglich. Feuerstellen aus Keramik, Ton oder Terrakotta schaffen ein mediterranes Ambiente, während Metalle wie Eisen, Stahl oder Edelstahl sich für geradlinige Architekturen eignen und auch die höhere Hitze von Holzkohle vertragen.

Auf Wunsch können diese Feuerstellen mit einem passenden Rost ausgestattet werden, um sie als Grill zu nutzen. Vor dem Bau ist es wichtig, sich über örtliche Satzungen und mögliche Genehmigungspflichten zu informieren.

Der optimale Standort für Sicherheit

Die Wahl des Standorts ist bei offenem Feuer entscheidend für die Sicherheit. Landschaftsgärtner empfehlen windgeschützte Orte, um Funkenflug zu vermeiden. Ein ausreichender Abstand zu umliegenden Häusern ist notwendig, um Rauchbelästigung zu verhindern. Auch Pavillons, Gartenhäuser, Zäune oder Sitzgelegenheiten aus brennbaren Materialien sowie Sträucher, Hecken und Bäume mit herabhängenden Ästen müssen weit genug von der Feuerstelle entfernt sein.

Um Funkenflug zu minimieren, sollte nur Holz mit wenigen Harzeinschlüssen verbrannt werden; Nadelholz ist hierfür ungeeignet. Zudem ist trockenes, unbehandeltes Holz zu verwenden, da Feuchtigkeit zu starker Qualmentwicklung führt. Das Verbrennen von Grünschnitt oder Laub aus dem eigenen Garten ist in den meisten Bundesländern nicht gestattet. Für das Sammeln von Brennmaterial im Wald ist ein spezieller Holzsammelschein erforderlich.

Mobile Feuerstellen und Grillpavillons

Für Gärten mit begrenztem Platzangebot sind mobile Feuerstellen wie Feuerkörbe oder -schalen eine Alternative. Sie sind kompakt, leicht zu transportieren und können bei Nichtgebrauch verstaut werden. Diese mobilen Lösungen sind in der Regel nicht genehmigungspflichtig. Auch hier hat die Sicherheit Priorität: Ein feuerfester Untergrund, beispielsweise aus hitzebeständigen Steinen, ist unerlässlich, da Glutpartikel durch die Streben von Feuerkörben fallen und Rasen oder Bodenbeläge beschädigen oder trockene Bepflanzungen entzünden könnten.

Eine weitere Option sind offene Pavillons mit einer festen Feuerstelle in der Mitte. Diese ermöglichen Grillabende auch bei ungünstiger Witterung. Für die Auswahl der passenden Feuerstelle, die Bauweise und die sichere Anlage empfiehlt sich die Beratung durch einen Landschaftsgärtner.

28.10.2017

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