Hintergrund der Markenübernahme durch Fleurop
Im Juli wurde die Insolvenz des 2012 in Berlin gegründeten E-Commerce-Unternehmens BLOOMY DAYS bekannt. Das Start-up hatte Schnittblumen im Abonnement und als Einzelbestellung per Kartonversand angeboten. Im Rahmen des vorläufigen Insolvenzverfahrens legte die Fleurop AG ein Konzept zur Weiterführung der Marke vor und erhielt am 2. Oktober 2017 den Zuschlag.
Strategische Bedeutung der neuen Zweitmarke
Fleurop ist seit über 100 Jahren auf floristisch gebundene Blumensträuße aus dem Fachgeschäft spezialisiert. Jedoch äußern jährlich rund 150.000 Kunden den Wunsch nach dem Kauf von reinen Schnittblumen. Obwohl dieser Anteil im Vergleich zu den 2,3 Millionen Kunden, die gebundene Sträuße bevorzugen, geringer ist, wird er als relevant erachtet.
Das Geschäftsmodell des Blumenbundwaren-Abonnements verzeichnet eine hohe Nachfrage. Dies zeigte sich am Aufschwung von BLOOMY DAYS in den letzten fünf Jahren. Das Start-up konnte eine Käuferschicht im Alter von 25 bis 39 Jahren ansprechen und demonstrierte das Potenzial dieses Marktsegments. Angesichts der Gründung weiterer Start-ups wie „Bloomon“, „GRACE flowerbox“ und „Lia Blumenkind“, die online Schnittblumen im Kartonversand anbieten, sichert sich Fleurop mit dieser Zweitmarkenstrategie eine potenzielle Käuferschicht.
„BLOOMY DAYS powered by Fleurop“ richtet sich an eine junge, online-affine und kaufkräftige Zielgruppe, die langfristig für Floristik aus dem Fachgeschäft gewonnen werden soll.
