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FNR weist CO₂-Steuer auf Brennholz zurück

01.07.2022

Die FNR lehnt eine CO₂-Steuer auf Brennholz ab und betont dessen klimaneutrale Bilanz. Stattdessen soll Holzenergie stärker ausgebaut werden, um fossile Wärme zu ersetzen und Versorgungssicherheit zu erhöhen.

Holzenergie bleibt klimaneutraler Schlüssel zur sicheren und bezahlbaren Wärmeversorgung

Die Diskussion um eine mögliche CO₂-Bepreisung von Brennholz stößt bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) auf deutliche Kritik. Aus fachlicher Sicht sei eine Gleichstellung mit fossilen Energieträgern nicht gerechtfertigt, da Holzenergie als klimaneutral gilt und eine sehr gute Emissionsbilanz aufweist.

Moderne Holzheizungen arbeiten effizient und emissionsarm. Vor diesem Hintergrund fordert die FNR, den Fokus stärker auf den Ausbau erneuerbarer Wärmequellen zu legen, anstatt zusätzliche Belastungen für Holzbrennstoffe zu diskutieren.

Holzenergie als Baustein der Wärmewende

Angesichts steigender Energiepreise und Versorgungsrisiken, insbesondere bei Erdgas, sieht die FNR dringenden Handlungsbedarf. Effiziente und emissionsarme Heizwerke auf Basis von Holz könnten kurzfristig zur Stabilisierung der Wärmeversorgung beitragen.

Insbesondere in den Wintermonaten, wenn andere erneuerbare Energiequellen an ihre Grenzen stoßen, kann Holzwärme zuverlässig Wärme liefern und in bestehende Wärmenetze eingespeist werden. In Kombination mit Technologien wie Solarthermie und Wärmepumpen ergibt sich ein flexibles und resilientes Versorgungssystem.

Großes Potenzial durch Rest- und Energieholz

Deutschland verfügt über erhebliche ungenutzte Potenziale bei Biomasse und Restholz. Ein Großteil des eingesetzten Energieholzes stammt nicht direkt aus dem Wald, sondern fällt als Nebenprodukt in industriellen Prozessen oder als Abfallholz an.

Diese Form der Kaskadennutzung ermöglicht eine besonders effiziente Verwendung der Ressource. Gleichzeitig ist die nachhaltige Herkunft durch gesetzliche Vorgaben und Zertifizierungssysteme wie PEFC und FSC abgesichert.

  • Über 75 % der Waldfläche sind zertifiziert
  • Nachhaltigkeitsnachweise entlang der gesamten Lieferkette sind verpflichtend
  • Auch importierte Holzbrennstoffe unterliegen etablierten Zertifizierungen

Bedeutung für die Energieversorgung

Mehr als die Hälfte des Endenergieverbrauchs in Deutschland entfällt auf die Wärmenutzung. Ein erheblicher Anteil wird weiterhin durch fossile Energieträger gedeckt. Erneuerbare Wärme macht bislang rund 15 Prozent aus, wobei Holzenergie etwa zwei Drittel dieses Anteils liefert.

Mit einem Beitrag von 134 Terawattstunden deckt Holzwärme rund sechs Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs. Ergänzend tragen auch Biogas und Biomethan zur klimafreundlichen Wärmeversorgung bei.

Effizienz und Klimaschutz im Fokus

Die Emissionsbilanz von Holzenergie wird regelmäßig durch das Umweltbundesamt bestätigt. Im Vergleich zu anderen Technologien gilt sie als kosten- und fördereffizient in der CO₂-Vermeidung.

Unabhängig davon betont die FNR die Notwendigkeit, den Energieverbrauch insgesamt zu senken. Der Ausbau erneuerbarer Energien und Effizienzmaßnahmen müssen Hand in Hand gehen, um die Wärmewende nachhaltig voranzutreiben.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)

OT Gülzow - Hofplatz 1
18276Gülzow-Prüzen
Deutschland

Tel.:+49 3843 6930-0
Fax:+49 3843 6930-102

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