Ursachen für instabile Wirtschaftswege
Im Rahmen von Flurbereinigungsmaßnahmen, die der Zusammenlegung von ländlichem Grundbesitz dienen, werden land- und forstwirtschaftliche Produkte ökologischer erzeugt und die Landeskultur gefördert. Hierbei ist der Aus- und Neubau von Wirtschaftswegen erforderlich. In den letzten Jahren kamen dabei Geokunststoffe sowohl zur Stabilisierung ungebundener Tragschichten als auch zur Bewehrung von Asphaltschichten zum Einsatz. Ein Beispiel hierfür ist die Baumaßnahme "Flurbereinigung Bentheim-Eileringsbeeke", bei der ein alter Wirtschaftsweg grundlegend saniert wurde, dessen Fahrbahn nicht mehr ausreichend befestigt war.
Wenn sie auf bindigen Böden bauen, der ländliche Weg ein- oder gar beidseitig einen Entwässerungs-graben führt und darüber hinaus in unmittelbarer Nähe noch alter Baumbestand vorhanden ist, kommt es bei langen Trockenperioden zu einem Volumenverlust im Straßenkörper. Dies hat zur Folge, dass der Unterbau instabil wird und Verkehrslasten nicht mehr optimal aufgenommen werden können. Dieses Phänomen wurde schon häufig beobachtet und wird als sogenannter "Sommerfrost" bezeichnet. So auch bei unserer Baumaßnahme Eileringsbeeke.
Kostensenkung durch Geogitter
Für die Sanierung wurde zunächst die alte Fahrbahndecke mit einer Großfräse zerkleinert und anschließend das Planum für den Oberbau vorbereitet. Vor dem Einbau der mineralischen Tragschicht wurde ein 4,00 m breites Fornit-Geogitter, Typ D 30/30-40 T, faltenfrei und straff verlegt. Das biaxiale und dehnsteife Geogitter aus Polypropylen von Huesker kann bereits bei geringen Verformungen im Unterbau hohe Zugkräfte aufnehmen. Das Kraft-/Dehnungsverhalten und die Maschenweite des Geogitters entsprechen dem "Regelleistungsverzeichnis 2006 für die Planung und Ausschreibung von Bauleistungen in Verfahren nach dem Flurbereinigungsgesetz", das Anfang 2007 von den Verbänden der Teilnehmergemeinschaften in Niedersachsen überarbeitet und veröffentlicht wurde.
Der Einsatz des Fornit-Geogitters führte zu einer Kostenersparnis, da die aufwendige Entsorgung des Fräsguts mit Aushub und Abtransport entfiel. Zudem konnte auf den zusätzlichen Einbau von 20 bis 30 cm Frostschutzmaterial verzichtet werden, was ein Arbeiten ohne Höhenbegrenzungen ermöglichte. Diese Bauweise trug zu einem qualitativ hochwertigen Bauwerk bei.
