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Konjunkturindikator signalisiert anhaltenden Aufschwung

Der aktuelle Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung zeigt eine weitere Reduzierung des Rezessionsrisikos in Deutschland. Die mittlere Rezessionswahrscheinlichkeit liegt im grünen Bereich, was auf einen anhaltenden Aufschwung hindeutet.

IMK-Frühwarnsystem bestätigt positive Wirtschaftsaussichten

Das Risiko einer bevorstehenden Rezession in Deutschland hat sich in den letzten Wochen weiter reduziert. Dies geht aus dem aktuellen Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung hervor.

Für den Zeitraum von August bis Ende Oktober 2015 beziffert das IMK-Frühwarninstrument die mittlere Rezessionswahrscheinlichkeit auf 13,9 Prozent. Im Vormonat Juli lag dieser Wert noch bei 16,3 Prozent. Damit verbleibt die Rezessionswahrscheinlichkeit im grünen Bereich des Ampelsystems des Indikators, der einen Bereich von null bis 30 Prozent umfasst und keine Rezessionsgefahr anzeigt.

Der Indikator des IMK integriert eine Vielzahl von Daten aus der Real- und Finanzwirtschaft sowie verschiedene Stimmungsindikatoren. Als Referenzwert für eine Rezession dient die Industrieproduktion, da diese schneller auf Nachfrageeinbrüche reagiert als das Bruttoinlandsprodukt (BIP).

Das Frühwarnsystem signalisiert eine Rezession, wenn die Industrieproduktion über einen Zeitraum von fünf Monaten um mindestens ein Prozent schrumpft.

Die Wissenschaftler des IMK führen die verbesserte Indikator-Werte primär auf den erneuten Anstieg der Auftragseingänge aus dem Ausland zurück. Dieser positive Trend überwiegt die Auswirkungen eines „Zickzackkurses“ bei den Stimmungsindikatoren und leicht uneinheitliche Tendenzen bei der Unternehmensfinanzierung.

Angesichts dieser positiven Entwicklung und der aktuellen Beruhigung der Griechenland-Krise bekräftigt das IMK seine Konjunkturprognose. Für das laufende Jahr erwarten die Düsseldorfer Forscher ein Wirtschaftswachstum von 2,0 Prozent in Deutschland und für 2016 von 2,2 Prozent.

Der prognostizierte Aufschwung wird maßgeblich auf die lebhafte private Nachfrage zurückgeführt, die wiederum durch die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt und steigende Löhne gestützt wird.

Der IMK Konjunkturindikator wird monatlich aktualisiert.

14.08.2015

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