Das Forschungsprojekt FunDivEUROPE und seine Ziele
Seit Oktober 2010 widmen sich Wissenschaftler dieser Frage im Rahmen des Forschungsprojekts „Funktionelle Bedeutung von Biodiversität in europäischen Wäldern” (FunDivEUROPE). Der Freiburger Biologe Prof. Dr. Lorenzen leitet dieses von der Kommission geförderte Projekt. 24 Partnerinstitute aus 15 Ländern, die bereits langjährige Erfahrung in der Erforschung der Rolle biologischer Vielfalt in internationalen Projekten haben, sind beteiligt.
Um den Einfluss der Biodiversität auf die Leistungen und Funktionen eines Ökosystems von Standortfaktoren wie Bodentyp oder Klima abzugrenzen, ist ein experimenteller Ansatz erforderlich. Da Wälder jedoch Jahrzehnte für ihr Wachstum benötigen, sind Experimente zur Baumdiversität noch in einem frühen Stadium.
Dreistufiger Ansatz zur Messung der Biodiversität
Für FunDivEUROPE haben die Forscher einen dreistufigen Ansatz gewählt, um den Einfluss der biologischen Vielfalt im Wald zu messen:
- Auswertung vorhandener Waldinventurdaten.
- Gewinnung neuer Daten durch die Erforschung weiterer Untersuchungsflächen in Wäldern.
- Einbeziehung aller europäischen Experimente zur Baumdiversität sowie neuer Dauerbeobachtungsflächen in sechs europäischen Regionen.
Diese Untersuchungsflächen erstrecken sich über einen Gradienten von den finnischen borealen Nadelwäldern bis zu den mediterranen Steineichenwäldern Spaniens. Die erwarteten Ergebnisse sollen Aufschluss über die zukünftige Gestaltung der Wälder geben. Darauf basierend werden die Forscher Richtlinien für Wissenschaftler, Förster und Politiker auf regionaler und internationaler Ebene ableiten.
