Feierlicher Start ins Berufsleben für junge Gärtner
In Northeim wurden 14 neue Fachkräfte im Gartenbau in das Berufsleben entlassen. Die Freisprechungsfeier am 21. Juni 2024 umfasste 13 Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner sowie eine Produktionsgärtnerin. Die Veranstaltung fand auf dem Betriebsgelände des städtischen Bauhofs Göttingen statt.
Die Feier wurde in der KFZ- und Schlosserwerkstatt des Bauhofs ausgerichtet und zählte knapp 50 Gäste. Unter den Absolventen befanden sich 13 aus Betrieben, die dem Ausbildungsförderwerk Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (AuGaLa) angehören. Grußworte sprachen Marco Zwillich vom Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Niedersachsen-Bremen e. V. (VGL Niedersachsen-Bremen), Heike Rasche von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und Dietmar Weiß, Ausbildungsleiter der Stadt Göttingen. Auch Isabell Rau, die drittbeste Absolventin des Jahrgangs 2024, richtete Worte an die Anwesenden.
Isabell Rau, die ihre Ausbildung bei Bandelow & Uhlendorff absolvierte, betonte in ihrer Ansprache die Rolle der Gärtner in Bezug auf aktuelle Herausforderungen. Neben ihr wurden Niklas Keßler, ebenfalls von Bandelow & Uhlendorff, als bester Absolvent und David Henne von der Firma Axel Pielmann als zweitbester Absolvent geehrt.
Berufsbild und Prüfungsinhalte im Garten- und Landschaftsbau
Die korrekte Berufsbezeichnung lautet „Gärtner/in, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau“. Insgesamt gibt es sieben Ausbildungsrichtungen in diesem Berufsfeld. Im Landesdurchschnitt Niedersachsens stellen Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner etwa 80 Prozent der gärtnerischen Auszubildenden.
Die Abschlussprüfung in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau beinhaltet die Erstellung eines landschaftsgärtnerischen Gesamtwerks. Hierbei werden Höhen eingemessen, Pflasterungen mit Natur- und Betonsteinen ausgeführt, eine Baumpflanzung vorgenommen sowie Beet- und Rasenflächen angelegt. Im mündlichen Prüfungsteil müssen die angehenden Fachkräfte ihre Kenntnisse über Pflanzen, Werkstoffe, Arbeitsabläufe und betriebliche Zusammenhänge nachweisen.
Karrierewege und Weiterbildungsmöglichkeiten
Die Landschaftsbauunternehmen suchen qualifizierte Fachkräfte, weshalb den jungen Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtnern gute Zukunftsaussichten geboten werden. Auch nach einigen Jahren Berufspraxis eröffnen sich durch Weiterbildungen zum Meister oder Techniker weitere Jobchancen.
Ein anschließendes Studium, beispielsweise im Ingenieurwesen des Landschaftsbaus, bietet ebenfalls Perspektiven und Beschäftigungsmöglichkeiten, etwa als Führungskraft in der Bauleitung.
Hintergrund der Freisprechungsfeier
Die Freisprechungsfeier wurde vom VGL Niedersachsen-Bremen e.V. organisiert, der auch 2024 die größte Gruppe der Absolventen stellte. Der VGL Niedersachsen-Bremen e.V. vertritt als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband über 400 Fachbetriebe des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus. Er bietet seinen Mitgliedern Dienstleistungen in Bereichen wie Aus- und Weiterbildung, Recht und Öffentlichkeitsarbeit.

