Bedeutung des Artenschutzes für Bayerns einzigartige Flora und Fauna
Würden das Bodensee-Vergissmeinnicht oder das Augsburger Steppengreiskraut aussterben, wäre ihr einzigartiges genetisches Material für immer verloren. Die Urbayern sind Tier- und Pflanzenarten, die es nur bei uns gibt und deren Aussterben weltweit einen unwiederbringlichen Verlust bedeuten würde. Mit der Kampagne 'UrEinwohner' wollen wir Artenschutz für Jung und Alt erlebbar machen und den Menschen die heimischen Arten und Lebensräume näher bringen.
Die Kampagne zielt darauf ab, die Geschichten dieser Arten zu vermitteln, einschließlich ihrer Herkunft, Lebensweise und regionalen Verbreitung. Insgesamt werden 17 bedrohte Arten vorgestellt, darunter das Bayerische Löffelkraut, das Bayerische Federgras, das Bodensee-Vergissmeinnicht, der Bayerische Eisenhut, die Eichstätter und Fränkische Mehlbeere, das Augsburger Steppengreiskraut sowie der Augsburger Bär.
Auch alte Obstsorten wie der Weidenberger Spindling und die Astheimer Perlquitte zählen zu diesen schützenswerten „Urbayern“. Für diese Arten werden Forschungsprojekte gestartet sowie Schutz- und Pflegemaßnahmen initiiert oder verstärkt.
Engagement der Landschaftspflegeverbände im Artenschutz
Die bayerischen Landschaftspflegeverbände spielen eine wichtige Rolle im Naturschutz und in der Landschaftspflege und tragen zur Umsetzung der bayerischen Biodiversitätsstrategie bei. Sie machen die Arten durch vielfältige Aktionen bekannt und erlebbar.
Ein Beispiel hierfür ist eine Geschichte, die in den Lechauen bei Augsburg spielt und in der Oskar, das Ur-Wildpferd, und Augustin, der Marienkäfer, die Hauptfiguren sind. Ein begleitendes Mal- und Vorlesebuch für alle Altersgruppen illustriert den Wert und Nutzen der biologischen Vielfalt sowie deren Bedrohungen.