NaturRuh: Umsetzung und ökologische Aspekte des Konzepts
Nach einem Pilotprojekt im Jahr 2017 beginnt die Umsetzung des Konzepts auf Friedhöfen. Das erste NaturRuh-Areal wird derzeit in Gelsenkirchen realisiert, weitere Anlagen sind bundesweit geplant. Die Areale zeichnen sich durch eine ressourcenschonende und natürliche Gestaltung aus. Es handelt sich um zusammenhängende Flächen mit Bepflanzungen, die ganzjährig blühen und Lebensraum bieten.
Die Auswahl der Pflanzenmischungen ist darauf ausgelegt, die biologische Vielfalt zu steigern. Futterstellen, Nistkästen, Insektenhotels und Unterschlupfmöglichkeiten für Tiere sind feste Bestandteile von NaturRuh. Friedhöfe erfüllen neben ihrer primären Funktion auch weitere Aufgaben. Sie dienen als Grün- und Erholungsräume für Menschen und Tiere und sind ein kulturelles Erbe.
Besonders in Ballungsgebieten sind Friedhöfe oft die einzigen wohnungsnahen Grünflächen. Ihre kleinteilige Struktur schafft vielfältige Lebensräume für Flora und Fauna. Das Konzept NaturRuh betont die ökologische Funktion von Friedhöfen durch seine Gestaltung. Bereits auf der Internationalen Gartenausstellung 2017 in Berlin wurde das Konzept als Pilotprojekt vorgestellt und umgesetzt.
Gärtnerbetreute Grabanlagen als Teil von NaturRuh
NaturRuh ist ein Beispiel für gärtnerbetreute Grabanlagen. Diese Art der Grabpflege entspricht einem aktuellen Bedürfnis, da viele Hinterbliebene zwar ein individuell gestaltetes Grab für die Trauerarbeit wünschen, die langfristige Pflege jedoch nicht selbst übernehmen können oder wollen. Bei gärtnerbetreuten Grabanlagen wie NaturRuh wird die Pflege dauerhaft von Friedhofsgärtnern übernommen.
