BMEL fördert Torfminderung im Gartenbau mit 6,2 Millionen Euro

Dünger und Substrate

Das BMEL unterstützt Gartenbaubetriebe mit 6,2 Millionen Euro beim Umstieg auf torffreie Kultursubstrate. Fachinformationsstellen bieten fachliche Unterstützung, um die Torfminderungsstrategie bis 2030 zu erreichen und den Klimaschutz zu fördern.

Unterstützung für den Umstieg auf torffreie Kultursubstrate

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) unterstützt Gartenbaubetriebe beim Umstieg auf torffreie und torfreduzierte Kultursubstrate. Hierfür werden Fachinformationsstellen gefördert, die Betrieben fachliche Unterstützung bieten. Die Initiative ist Teil der Torfminderungsstrategie des BMEL, die eine weitgehende Reduzierung des Torfeinsatzes im Erwerbsgartenbau bis 2030 vorsieht.

Staatssekretärin Silvia Bender betonte auf der Grünen Woche die Bedeutung des Klimaschutzes durch den Verbleib von Torf im Boden. Sie hob hervor, dass gute Information für den Umstieg auf Alternativen entscheidend sei. In diesem Jahr nehmen die geförderten regionalen und überregionalen Informationsstellen ihre Arbeit auf.

Torf bleibt am besten im Boden, denn dort trägt er zum Klimaschutz bei. Damit die Gartenbaubetriebe Alternativen zu Torf nutzen können, unterstützen wir sie beim Umstieg. Gute Information ist beim Umstieg sehr wichtig. In diesem Jahr nehmen von uns geförderte, regionale und überregionale Informationsstellen ihre Arbeit auf. Damit bieten wir jedem umstellungswilligen Betrieb fachliche Unterstützung an.

Anlass war die Übergabe des Zuwendungsbescheides an das Verbundvorhaben „Fachinformation für Gartenbaubetriebe zur Umstellung auf torffreie und torfreduzierte Kultursubstrate“ (FiniTo). Die Koordination des Projekts liegt bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Umfassendes Unterstützungsangebot für die Branche

Das Vorhaben ist bis 2026 mit 6,2 Millionen Euro ausgestattet und richtet sich an alle Sparten des Gartenbaus, darunter Zierpflanzen, Stauden, Baumschulgehölze, Beerenobst, Gemüsejungpflanzen, Topfkräuter und den Friedhofsgartenbau.

Unsere Gartenbaubranche, die Obst- und Gemüsebauern und Zierpflanzenproduzenten, setzen auf kurze Wege und schaffen Wertschöpfung sowie Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Wir unterstützen den wichtigen Sektor dabei, die Klimaschutzziele zu erreichen und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu sein.

FiniTo soll einen Beitrag zur erheblichen Verringerung des Torfeinsatzes im Erwerbsgartenbau leisten und damit verbundene Treibhausgasemissionen senken. Das Projekt läuft zunächst bis Oktober 2026.

Struktur der Fachinformationsstellen

Insgesamt fünf regionale Beratungsstellen werden Gärtnereien individuell begleiten, die weniger Torf einsetzen möchten. Zusätzlich werden drei überregional agierende Querschnittstellen eingerichtet, die übergeordnete Fragestellungen zu Substraten und betriebswirtschaftlichen Aspekten bearbeiten und den Wissenstransfer unterstützen:

  • Fachstelle West und Gesamtkoordination – LWK Nordrhein-Westfalen
  • Fachstelle Nord – LWK Niedersachsen
  • Fachstelle Süd und Querschnittstelle Substrate – Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
  • Fachstelle Süd-West und Querschnittstelle Wissenstransfer – Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Heidelberg
  • Fachstelle Ost – Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
  • Querschnittstelle Betriebswirtschaft – Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

Das Vorhaben wird vom BMEL über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) gefördert. Die einzelnen Teilvorhaben sind in der Projektdatenbank der FNR unter folgenden Förderkennzeichen gelistet:

  • Teilvorhaben 1: Fachstelle West und Gesamtkoordination – LWK Nordrhein-Westfalen; FKZ: 2221MT016A
  • Teilvorhaben 2: Fachstelle Nord – LWK Niedersachsen; FKZ: 2221MT016B
  • Teilvorhaben 3: Fachstelle Süd und Querschnittstelle Substrate – Hochschule Weihenstephan-Triesdorf; FKZ: 2221MT016C
  • Teilvorhaben 4: Fachstelle Süd-West und Querschnittstelle Wissenstransfer – Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Heidelberg; FKZ: 2221MT016D
  • Teilvorhaben 5: Fachstelle Ost – Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie; FKZ: 2221MT016E
  • Teilvorhaben 6: Querschnittstelle Betriebswirtschaft – Hochschule Weihenstephan-Triesdorf; FKZ: 2221MT016F
Weitere Informationen:

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)

OT Gülzow - Hofplatz 1
18276 Gülzow-Prüzen
Deutschland

Tel.: +49 3843 6930-0
Fax: +49 3843 6930-102

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