Forschungsergebnisse und Empfehlungen des GÄRWERT-Projekts
In Deutschland existieren regionale Ungleichgewichte bei der Verfügbarkeit von Gülle und Gärprodukten. Während in einigen Gebieten Überschüsse anfallen, besteht in anderen Regionen ein Bedarf an diesen organischen Düngemitteln. Das Verbundprojekt „GÄRWERT – GÄRprodukte ökologisch optimiert und WERTorientiert aufbereiten und vermarkten“ liefert Empfehlungen für Biogasanlagenbetreiber und Landwirte zur Aufbereitung von Gärprodukten und deren überregionalem Absatz. Zudem werden Wertschöpfungspotenziale bei der Vermarktung als Dünger und Humusbildner aufgezeigt.
Im Rahmen des vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderten Projekts „GärWert“ haben Forscher von vier Verbundpartnern verschiedene Aufbereitungsverfahren für Gärreste untersucht. Diese wurden hinsichtlich ihrer technischen, ökonomischen und ökologischen Aspekte bewertet. Basierend auf diesen Analysen wurden geeignete Nutzungspfade für unterschiedliche Ausgangsmaterialien und Rahmenbedingungen beschrieben.
Das Verbundprojekt GÄRWERT identifiziert Optionen zur Verbesserung der Akzeptanz und des Absatzes von Gärprodukten. Die Ergebnisse des Projekts werden auf der 3. Fachtagung "Pflanzenbauliche Verwertung von Gärrückständen aus Biogasanlagen" vorgestellt. Diese Tagung wird von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) in Kooperation mit dem Institut für Agrar- und Stadtökologische Projekte am 3. und 4. Juli 2018 ausgerichtet. Dort haben Landwirte sowie Experten aus Beratung, Behörden, Politik und Wissenschaft die Möglichkeit, die Projektergebnisse kennenzulernen und mit den Projektpartnern zu diskutieren.
