Nachhaltigkeit und moderner Fuhrpark im GaLaBau
Das wachsende Bewusstsein für Umweltschutz und Ressourcenschonung beeinflusst auch den Garten- und Landschaftsbau. Betriebe legen zunehmend Wert auf Nachhaltigkeit, was sich im Einsatz moderner Fuhrparks widerspiegelt. Viele GaLaBau-Unternehmen nutzen Fahrzeuge mit neuesten Abgastechnologien, um den CO2-Ausstoß zu minimieren. Für kurze Strecken und geringe Lasten kommen vermehrt Elektrofahrzeuge zum Einsatz. Insbesondere bei handgeführten Maschinen geht der Trend deutlich vom Kabel- zum Akkubetrieb.
Vorteile von Akkugeräten im praktischen Einsatz
Norbert Stöppel, GaLaBau-Unternehmer und Vizepräsident des Verbandes für den Garten- und Landschaftsbau Bayern, hebt die Vorteile von Akkugeräten hervor:
Akkugeräte sind deutlich leiser als vergleichbare Maschinen mit Verbrennungsmotor. Zudem blasen sie keine Abgase in die Luft. Das kommt bei unseren Kunden sehr gut an. Und damit meine ich nicht nur anspruchsvolle Privatpersonen, bei denen wir hochwertige Gärten anlegen.
Auch kommunale Auftraggeber schätzen die Eigenschaften von Akkugeräten. Stöppel ergänzt, dass der Einsatz dieser Geräte in Innenstädten, Wohngebieten und lärmberuhigten Zonen ohne Einschränkungen möglich ist, was die internen Arbeitsabläufe vereinfacht und effektiver gestaltet.
Mitarbeiter profitieren ebenfalls von der Akkutechnik. Die Geräte sind oft leichter als Modelle mit konventionellem Antrieb und erzeugen weniger Vibrationen, was Gelenke und Rücken schont. Zudem sind die Wartungsintervalle bei Akkugeräten geringer.
Innovationen bei Akkutechnologien
Die GaLaBau 2014 präsentierte Innovationen bei Akkugeräten, die sich durch verbesserte Ladezeiten, Ladekapazitäten und Energiemengen auszeichnen. Moderne Lithium-Ionen-Akkus bieten eine hohe Energiedichte, lange Laufzeiten bei kurzen Ladezeiten und ein geringeres Gewicht im Vergleich zu herkömmlichen Blei-Akkumulatoren. Sie können mehrere hundert Male geladen werden, wobei die Angaben je nach Hersteller zwischen 800 und 1.500 Zyklen schwanken. Der sogenannte Memory-Effekt tritt bei diesen Akkus nicht auf, sodass sie auch bei teilweiser Entladung ihre volle Leistungsfähigkeit behalten.
Akkus können oft für verschiedene Geräte desselben Herstellers verwendet werden. Für eine optimale Laufzeit ist jedoch eine Abstimmung von Akku und Gerät erforderlich, wofür die Produzenten entsprechende Übersichten bereitstellen. Eine zunehmende Beliebtheit erfahren sogenannte Back-Packs, die auf dem Rücken getragen werden und das Arbeitsgerät über ein Elektrokabel mit Strom versorgen. Dies erhöht die Handlichkeit und Bedienbarkeit der Geräte auf Baustellen, insbesondere für Baumpfleger.
Wirtschaftlichkeit von Akkugeräten
Obwohl Akkugeräte in der Anschaffung teurer sein können, amortisieren sich die Kosten durch Einsparungen im Arbeitsalltag. Herstellerkalkulationen zeigen, dass beispielsweise eine Heckenschere im Akkubetrieb Kosten von etwa 0,10 Euro pro Tag verursacht, während ein vergleichbares benzinbetriebenes Modell mit 7,50 Euro pro Tag für Kraftstoff zu Buche schlägt. Dies verdeutlicht die schnelle Amortisation der Anschaffungskosten.
Die Forschung konzentriert sich zudem auf Möglichkeiten zum Aufladen von Akkus direkt auf der Baustelle. Einige Hersteller bieten bereits Solar-Ladestationen an, die Akkus autark und umweltneutral mittels Sonnenenergie aufladen.