Verbände und Organisationen

GaLaBau bleibt trotz schwieriger Wirtschaftslage robust

Trotz steigender Kosten, schwacher Kommunalfinanzen und zurückhaltender Investitionen bleibt der Garten- und Landschaftsbau stabil. Die BGL-Frühjahrsumfrage 2026 zeigt eine solide Auftragslage, konstante Beschäftigung und langfristig positive Erwartungen für die Branche.

BGL-Umfrage zeigt stabile Auftragslage trotz wirtschaftlicher Belastungen

Der Garten- und Landschaftsbau zeigt sich trotz anhaltend schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen weiterhin stabil. Das geht aus der BGL-Frühjahrsumfrage 2026 hervor, an der sich bundesweit 699 Mitgliedsbetriebe der elf Landesverbände beteiligt haben. Belastet wird die Branche insbesondere durch steigende Kosten, schwache Kommunalfinanzen und eine spürbare Konsumzurückhaltung.

„Der GaLaBau zeigt sich auch unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen noch immer robust“, erklärt BGL-Präsident Thomas Banzhaf. „Gleichzeitig bleibt der Bedarf an klimaangepassten Städten mit grün-blauer Infrastruktur sowie hochwertigen Frei- und Gartenanlagen langfristig hoch. Das gibt unserer Branche nach wie vor eine stabile Perspektive.“

Geschäftslage mit vorsichtigerem Blick

Die aktuelle Geschäftslage wird weiterhin überwiegend positiv bewertet, allerdings zurückhaltender als im Vorjahr. 51,8 Prozent der befragten Betriebe beurteilen ihre Situation als „gut“, während 40,1 Prozent von einer „befriedigenden“ Lage sprechen. 8,2 Prozent bewerten ihre Geschäftslage als „schlecht“.

Auch bei den Erwartungen für die kommenden sechs Monate zeigt sich eine vorsichtigere Einschätzung. Nur noch 7,3 Prozent der Betriebe rechnen mit einer günstigeren Entwicklung. Dagegen gehen 22,2 Prozent von einer ungünstigeren Geschäftslage aus.

„Die erwarteten, aber bislang ausgebliebenen Reformen zum Bürokratieabbau sowie der nicht in Gang kommende Bau-Turbo dämpfen die Stimmung und Zuversicht nicht nur in unserer Branche“, kommentiert Banzhaf die Zahlen.

Auftragslage bleibt insgesamt stabil

Die Auftragslage bewegt sich weiterhin auf solidem Niveau. Zwei Drittel der Betriebe bewerten ihre aktuelle Situation im Vergleich zum Vorjahr als „gleich“ oder „besser“. Gleichzeitig berichten 33,3 Prozent von einer schlechteren Auftragslage.

Die durchschnittliche Auslastung liegt sowohl im Bereich Pflege als auch im Neubau bei jeweils 18 Wochen. Damit bleibt die Auslastung im Neubau auf dem Niveau des Vorjahres.

Hohe Kosten belasten die Betriebe

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben anspruchsvoll. 65,2 Prozent der Unternehmen bewerten ihre Gewinn- und Ertragssituation als „unbefriedigend“ oder „verbesserungsfähig“. Hohe Material-, Energie- und Personalkosten wirken sich weiterhin belastend auf die wirtschaftliche Entwicklung aus.

Hinzu kommt die angespannte Haushaltslage vieler Kommunen. Im öffentlichen Bereich berichten knapp 29 Prozent der Unternehmen von rückläufigen Preisen beziehungsweise Auftragsvolumina. Gleichzeitig verzeichnen rund 26 Prozent höhere Werte.

Auch private Auftraggeber agieren vielerorts zurückhaltender. Gründe dafür sind die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit sowie das gedämpfte Konsumklima.

Beschäftigung bleibt auf hohem Niveau

Die Beschäftigungssituation im Garten- und Landschaftsbau zeigt sich weiterhin stabil. Verbandlich organisierte Betriebe beschäftigen durchschnittlich 22 Mitarbeitende. Rund 48 Prozent der Unternehmen haben ihre Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr angepasst, allerdings überwiegend in moderatem Umfang.

Viele Betriebe setzen weiterhin auf Ausbildung und langfristige Personalbindung. Damit bleibt die Sicherung qualifizierter Fachkräfte ein zentrales Thema der Branche.

Langfristig positive Perspektiven

Trotz der aktuellen Herausforderungen blickt die Branche insgesamt zuversichtlich nach vorn. Rund 84,2 Prozent der Betriebe bewerten die Entwicklung des GaLaBau im laufenden Jahr mit den Schulnoten 1 bis 3. Für die kommenden fünf Jahre rechnen 81,5 Prozent mit einer positiven Entwicklung.

Auch die Einschätzung der eigenen Betriebe fällt positiv aus. 88,5 Prozent bewerten ihre aktuelle betriebliche Situation günstig. Für die kommenden fünf Jahre erwarten 87,7 Prozent gute bis befriedigende Perspektiven.

„Der GaLaBau bleibt ein Zukunftsmarkt mit großem gesellschaftlichem Nutzen. Klimaanpassung durch Stadtgrün, Regenwassermanagement und biodiverse Freiräume wird in den kommenden Jahren noch weiter an Bedeutung gewinnen und unseren Betrieben dann wachsende Umsätze ermöglichen“, betont Banzhaf. „Unsere Betriebe verfügen über das Know-how und die Innovationskraft, um diese Aufgaben erfolgreich umzusetzen.“

18.05.2026

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

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