Operationelle Gruppe Gartenbau in Schleswig-Holstein
Die Gartenbauwirtschaft in Schleswig-Holstein begann im April dieses Jahres mit der Entwicklung eines ersten Projektantrags. Die Jury des Landwirtschaftsministeriums stufte die Vorschläge als förderungswürdig ein und befürwortete die Förderung zur Bildung einer Operationellen Gruppe Gartenbau in Schleswig-Holstein (OPGSH). Da die Verbände keine zusätzlichen Ressourcen für den Aufbau und die Betreuung dieser Gruppe haben, beauftragten sie das Beratungsunternehmen CO CONCEPT.
CO CONCEPT übernimmt in enger Abstimmung mit den Verbandsspitzen alle inhaltlichen und formalen Aufgaben im Zusammenhang mit EIP.
Diese Zusammenarbeit hat sich sehr bewährt.
Dies stellte GVN-Präsident Andreas Lohff fest. Axel Huckfeldt, Vorsitzender des BdB SH, erläuterte die Förderphilosophie:
Die Unternehmer der Gartenbaubetriebe bringen ihre innovative Ideen ein, damit von der Basis aus die Branche zukunftsfest fortentwickelt werden kann.
Workshops zur Definition von Zukunfts- und Innovationsstrategien
Aktuell werden in Workshops Zukunfts- und Innovationsstrategien für Schleswig-Holstein definiert. Dabei kommen Unternehmer, Berater und ausgewählte Gäste in fachspartenspezifischen Workshops zusammen.
In den Workshops, die von CO CONCEPT moderiert werden, wollen wir Projektideen mit Innovationscharakter aufspüren und zukünftige Handlungsfelder in den jeweiligen Wertschöpfungsketten erkennen.
Dies erläuterte Dr. Frank Schoppa, Geschäftsführer beider Verbände sowie von Service GRÜN mbH, zur Aufgabe der Workshops. Bis Ende Oktober werden die Projektträger die Innovationsprojekte in einem Antrag zusammenfassen.
Es zeichnet sich ab, dass die Baumschulwirtschaft unter anderem Fragen der thermischen Bodenentseuchung bei Rosacaeen (Bodenmüdigkeit) und die Prüfung von angepassten Baumsortimenten im sich wandelnden innerstädtischen Klima („Klimawandelbäume“) bearbeiten möchte. Einzelhandelsgärtnereien suchen nach Strategien zur Steigerung der Kundenfrequenz. Friedhofsgärtner verfolgen innovative Maßnahmen zur Sicherung des Friedhofs als Bestattungsort.
Der Gemüsebau schlägt vor: den Aufbau eines Referenzsystems zur bedarfsgerechten Nitratversorgung beim Kohlanbau, die Nutzung von Kältespeichern mit Windenergie für die Langzeitlagerung von Kohl sowie die Entwicklung eines 90-Tage-Kohls, um geänderten Verzehrs- und Verwendungsgewohnheiten gerecht zu werden.
Man sieht an der Vielfalt der ersten Vorschläge, wie vielschichtig die Herausforderungen des Gartenbaus sind und bis zur Antragstellung werden unsere Mitgliedsbetriebe sicherlich noch weitere Innovationen ausarbeiten, denn schließlich ist EIP eine Initiative, die von Betrieben kommt und nicht von Ministerien oder Verbandsgremien übergestülpt wird.
Dies stellten die Präsidenten Lohff und Huckfeldt übereinstimmend fest. Mit der Zukunfts- und Innovationsstrategie, so sind sich die Verbände und die Landesregierung einig, wird die Gartenbauwirtschaft wettbewerbsorientiert und nachhaltig weiterentwickelt.
