Die Grüne Stadt

Gartenschauen und Grün-Initiativen als Impulsgeber für Stadt- und Regionalentwicklung

Gartenschauen und Grün-Initiativen bieten großes Potenzial für die Stadt- und Regionalentwicklung. Der Wirtschaftsausschuss des Schleswig-Holsteinischen Landtages besuchte die Landesgartenschau Norderstedt, um die Bedeutung dieser Initiativen zu erörtern und ihre Potenziale für eine nachhaltige Entwicklung zu diskutieren.

Potenziale für nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung

Gartenschauen und Grün-Initiativen bieten Potenziale für die Stadt- und Regionalentwicklung. Der Wirtschaftsausschuss des Schleswig-Holsteinischen Landtages besuchte die Landesgartenschau (LGS) Norderstedt auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft Landesgartenschau (ALG) Schleswig-Holstein e.V.

Vertreter der Gartenbaubranche und Landtagsabgeordnete erörterten die Bedeutung von Gartenschauen und Grün-Initiativen für die Regionalentwicklung. Die Branche forderte eine stärkere Nutzung der Potenziale von Landesgartenschauen sowie Initiativen wie „Entente Florale“ und „DIE GRÜNE STADT“ für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung.

Politische Perspektiven und die Rolle des Gartenbaus

Bernd Schröder (SPD), Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Schleswig-Holsteinischen Landtags, äußerte sich beeindruckt:

„Landesgartenschauen sind ein hervorragendes Beispiel für die Vernetzung von Natur, Umwelt- und Naherholung mit Infrastruktur- und Wirtschaftspolitik.“

Die Abgeordneten hoben hervor, dass der Ausstellungspark in Norderstedt einen bedeutenden Standortfaktor in der Metropolregion darstellt und die Stadtentwicklung langfristig prägen wird.

Andreas Lohff, Präsident des Gartenbauverbandes Nord e.V., betonte die Relevanz der Branche:

„Pflanzen haben nicht nur ästhetische, sondern auch ökonomische, gesundheitliche und soziale Funktionen. Diese Erkenntnis muss stärker in Politik und Verwaltung verankert werden.“

Der Gartenbau in Schleswig-Holstein umfasst rund 2.000 Betriebe mit 14.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 650 Mio. Euro. Allein im Kreis Pinneberg sind 300 Baumschulen konzentriert, was es zu einem der größten Anbaugebiete Europas macht.

Nachhaltige Wirkung und Initiativen

Kai Jörg Evers, Geschäftsführer der Landesgartenschau, hob hervor, dass die Gartenschau von Beginn an ein tragfähiges Nachnutzungskonzept umfasste. Dieses beinhaltet:

  • Dauerhafte Gastronomie am See
  • Wasserskianlage und Strandbad
  • Spiel- und Freizeitangebote
  • Umweltbildung für Kinder und Familien

Evers bezeichnete dies als einen Gewinn für mindestens die nächsten 30 bis 40 Jahre.

Zwei Initiativen, die sich für mehr „Grün“ einsetzen, sind:

  • DIE GRÜNE STADT: Eine Stiftung zur Förderung von Umweltschutz, Wissenschaft und bürgerschaftlichem Engagement. Sie schafft Bewusstsein für die Bedeutung von Grün in Städten durch Projekte, Forschung, Symposien und Öffentlichkeitsarbeit.
  • „Entente Florale“: Ein Bundeswettbewerb unter dem Motto „Unsere Stadt blüht auf“. Ziel ist es, Städte durch Gemeinschaftsaktionen von Verwaltung, Wirtschaft, Politik und Bürgern grüner und lebenswerter zu gestalten. Diese Initiative dient oft als Vorläufer für Gartenschauen.

Die ALG Schleswig-Holstein, gegründet 1996, wird von berufsständischen grünen Verbänden des Gartenbaues getragen. Dazu gehören:

  • Gartenbauverband Nord e.V.
  • Landesverband Schleswig Holstein im Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V.
  • LV S-H im Bund deutscher Landschaftsarchitekten (BdLA) e.V.
  • Fachverband GaLaBau (FGL) Schleswig-Holstein e.V.

Die ALG S-H fördert den Gartenschau-Gedanken und berät Politik sowie interessierte Kommunen.

19.08.2011

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