Dünger und Substrate

Gartenbau und Substratindustrie: Herausforderungen bei der Torfminderung

Ein Positionspapier beleuchtet die Schwierigkeiten bei der Reduzierung von Torf in Substraten. Es werden Lösungswege vorgeschlagen, um die Politik auf die Herausforderungen in Gartenbau und Substratindustrie aufmerksam zu machen.

Positionspapier zur Versorgungssicherheit und Rohstofflage im Gartenbau

Der Industrieverband Garten (IVG) e.V. hat gemeinsam mit weiteren Verbänden der Grünen Branche ein Positionspapier veröffentlicht. Dieses Papier thematisiert die aktuellen Schwierigkeiten bei der Reduzierung von Torf in Substraten und schlägt Lösungswege vor. Ziel ist es, die Politik auf die Herausforderungen in Gartenbau und Substratindustrie aufmerksam zu machen.

Das Positionspapier befasst sich mit der Versorgungssicherheit und den Anforderungen des Gartenbaus an Substrate. Die Verfasser betonen, dass Torf ein verlässlicher, potenziell verfügbarer und regionaler Rohstoff ist, der verantwortungsvoll gewonnen werden kann.

The Verfasser bekennen sich dazu, dass Torf ein verlässlicher, potenziell verfügbarer und regionaler Rohstoff ist, der verantwortlich gewonnen werden kann.

Ein weiteres Thema ist die Versorgungssicherheit mit Champignondeckerden für die Pilzproduktion, da hierfür bisher kein geeigneter Torfersatz auf dem Markt existiert. Der Gartenbau und die Substratindustrie werden auf absehbare Zeit nicht ohne Torf auskommen. Das Fehlen neuer Abbaugenehmigungen wird die Abhängigkeit von Torfimporten, insbesondere aus Osteuropa, voraussichtlich weiter erhöhen.

Forderungen an die Politik und gesetzliche Rahmenbedingungen

Die Verbände fordern eine Beratungskampagne für Anwender von Blumenerden und Kultursubstraten sowie für Endkunden des Gartenbaus. Diese soll über die korrekte Handhabung von Pflanzen in torfreduzierten oder torffreien Substraten aufklären. Um die Torfreduktion in Substraten voranzutreiben, müssten zudem die gesetzgeberischen Rahmenbedingungen für torfreduzierte Erden angepasst werden.

In Niedersachsen werden die Themen Moorschutz und Torfnutzung in der neuen Legislaturperiode eine wichtige Rolle spielen. Die Industrie bietet sich als Gesprächspartner in der politischen Diskussion an, um die Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Pflanzen zu gewährleisten sowie Moorsanierungsmaßnahmen und Emissionsreduktionen zu unterstützen.

Kultursicherheit und Torfausstieg: Herausforderungen für den Gartenbau

Die Politik strebt eine Veränderung der Substratzusammensetzung hinsichtlich des Torfgehalts bis zum Jahr 2030 an. Dies stellt aufgrund der aktuellen Rohstoffknappheit ein ambitioniertes Vorhaben dar. Für Gartenbaubetriebe ist die Kultursicherheit von existenzieller Bedeutung: Substrate müssen ihren Zweck erfüllen und zu einem zuverlässigen Kulturergebnis führen.

Der Gartenbau ist aufgrund der spezifischen Eigenschaften weiterhin auf Torf angewiesen. Innerhalb der Fristen des Torfausstiegsszenarios des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) ist es nicht möglich, genügend Ersatzstoffe in der erforderlichen Qualität und Menge zu beschaffen. Ein weitgehender Torfausstieg ist für die einzelnen Betriebe aktuell mit zu hohen Risiken verbunden.

07.11.2022

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