Allgemeines

Gartenschau-Gelände Norderstedt im Winterschlaf

Das Gelände der Landesgartenschau Norderstedt bereitet sich auf den Winter vor. Während Hochbaumaßnahmen fortgesetzt werden, werden Pflanzen auf die kalte Jahreszeit vorbereitet, um im Frühjahr in voller Blüte zu stehen.

Pflanzenpflege für die kalte Jahreszeit

Die bereits seit mehreren Monaten im Boden befindlichen winterharten Pflanzenarten wurden auf den Winter vorbereitet. Empfindliche Stauden wie Bergminze oder Scharlach-Fuchsie deckten die Gärtner der Landesgartenschau mit Reisig ab. Die meisten anderen Sorten benötigen keine speziellen Vorkehrungen, um die kalte Jahreszeit zu überstehen.

Eine dicke Schneedecke, die möglichst lange liegen bleibt, dient als Schutz für Pflanzen und Wurzeln. Nasse Kälte und Regen können hingegen die Wurzeln schädigen.

Es tut den meisten Pflanzen gut, wenn sie vor dem Winter nicht zurückgeschnitten werden. Wie eine natürliche Wiese sind sie für Vögel und andere Tiere als Futter und Wärmematerial wertvoll. Dies empfiehlt sich übrigens auch für den eigenen Garten.

Besondere Pflege benötigen Rosen. Ihre Veredelungsknospen werden mit Erde und Reisig angehäufelt. Hochstammrosen erhalten Jutesäckchen, gefüllt mit Stroh und Fleece, als Ummantelung.

Blumenzwiebeln und Frühjahrsbepflanzung für die Gartenschau

Die rund 190.000 Blumenzwiebeln, die vor Weihnachten gepflanzt wurden, sind pflegeleichter. Sie überdauern Frost und Kälte unbeschadet und sollen im Frühjahr mit Tulpen, Schachblumen und Steppenkerzen blühen.

Der Rückschnitt der Stauden erfolgt, wenn sich im nächsten Jahr die ersten Frühlingsboten zeigen. Dabei werden die Pflanzen von trockenen Blättern befreit, um das Durchtreiben zu ermöglichen.

Am besten schneidet man die Stauden zurück, bevor die ersten Triebspitzen der Blumenzwiebeln durch die Erde dringen. Sonst muss man einen wahren Spitzentanz vollführen, um die jungen Triebe nicht zu beschädigen.

Mitte bis Ende März werden die letzten Pflanzungen vor Beginn der Gartenschau vorgenommen. Dann wird auch die nicht winterharte Frühjahrsbepflanzung in die Erde gebracht. Ziel ist, dass das Gelände der Landesgartenschau am 21. April in voller Blüte steht.

30.12.2010

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