Naturschutz

Gefahrenhinweiskarten für den bayerischen Alpenraum

Neue Gefahrenhinweiskarten für den bayerischen Alpenraum identifizieren Gebiete, die durch Naturgefahren wie Steinschläge und Erdrutsche gefährdet sind. Sie dienen dem Schutz von Menschen und Infrastruktur und bieten Kommunen ein effektives Planungswerkzeug.

Erfassung und Planungswerkzeuge für Naturgefahren

Nur wer mögliche Gefahren kennt, kann sie vermeiden. Mit unseren Arbeiten leisten wir konkrete Hilfe für die Menschen und Gemeinden vor Ort. Bürger und Kommunen können sich mit einem Klick ein Bild von der Situation in ihrer Heimat machen. Die neuen Gefahrenhinweiskarten geben den Kommunen kostenfrei ein effektives Planungswerkzeug an die Hand.

Der Schutz vor Naturgefahren ist im Alpenraum sowie in anderen Regionen Bayerns eine wichtige Aufgabe. Ziel ist es, bis 2017 die Geogefahren in allen bayerischen Alpenlandkreisen, die rund 100 gefährdete Alpengemeinden zwischen Königssee und Bodensee umfassen, flächendeckend zu erfassen. Bislang wurden 6.400 der insgesamt etwa 11.000 Quadratkilometer des bayerischen Alpenraums kartiert.

Herausforderungen und Schutzmaßnahmen im Klimawandel

Klimawandel und Siedlungsdruck verschärfen die Situation stetig. Ein frühzeitiger Schutz vor Naturgefahren ist eine der zentralen Zukunftsaufgaben zum Schutz der Menschen. Deshalb werden betroffene Bürger und Kommunen durch Fachleute individuell über Risiken und Möglichkeiten der Sicherung informiert.

Es wurden bereits über 3.400 steinschlag- und hangrutschgefährdete Bauwerke beraten, beispielsweise hinsichtlich der Installation von Fangzäunen.

Abschließende Erkundungsarbeiten und Finanzierung der Projekte

Die abschließenden Erkundungsarbeiten sind auf vier Jahre ausgelegt. Sie umfassen die Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen, Ostallgäu und Oberallgäu sowie die Städte Kaufbeuren, Kempten und Lindau. Das Bayerische Umweltministerium stellt hierfür rund eine Million Euro bereit.

Nach Abschluss der Arbeiten werden vom Freistaat insgesamt etwa drei Millionen Euro für die Erfassung von Georisiken im Alpenraum und die Information der Bürger eingesetzt worden sein. Informationen zu Georisiken und den Geogefahrenkarten sind im Internet verfügbar.

02.05.2014

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