Zentrale Datenerfassung für besseren Bodenschutz
In Dessau-Roßlau hat das Nationale Bodenmonitoringzentrum am Umweltbundesamt (UBA) seine Arbeit aufgenommen. Ziel der Einrichtung ist es, die in Deutschland erhobenen Daten zum Zustand der Böden zentral verfügbar zu machen und für gemeinsame Auswertungen zu nutzen. Dies soll den Bodenschutz durch deutschlandweite Aussagen zur langfristigen Entwicklung des Bodenzustandes stärken.
Das Monitoringzentrum ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von Bundes- und Länderbehörden, die Daten zu Böden erfassen und auswerten. Dazu gehören Informationen zu Humus oder zur Bodenbiodiversität.
Gesunde Böden, die Wasser filtern, Kohlenstoff speichern und Lebensraum für unzählige Arten bieten, sind unsere Lebensgrundlage – für die Natur selbst genauso wie für uns Menschen. Mit der Eröffnung des Nationalen Bodenmonitoringzentrums machen wir einen entscheidenden Schritt für den Schutz und die nachhaltige Nutzung unserer Böden. Diese zentrale Einrichtung wird uns helfen, den Zustand unserer Böden besser zu verstehen, wissenschaftlich fundierte Maßnahmen zu entwickeln und die biologische Vielfalt sowie die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen zu sichern. Denn nur mit gesunden Böden können wir den Herausforderungen der Zukunft wirkungsvoll begegnen.
Das UBA koordiniert die Arbeiten des Bodenmonitoringzentrums. Es arbeitet dabei eng mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV), dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Vertretern der Bundesländer sowie dem Johann Heinrich von Thünen-Institut (TI) und weiteren Institutionen zusammen.
Mit der Schaffung des Nationalen Bodenmonitoringzentrums bringen wir alle wichtigen Akteure in diesem Bereich zusammen. Gemeinsam können wir zukünftig den nationalen Bodenschutz weiterentwickeln. Politische Strategien werden wissenschaftlich noch fundierter, Maßnahmen erfolgreich und überprüfbar. Boden ist Leben, Wasser und Nahrung. Nur sein Schutz erhält unsere Lebensqualität.
Die Programme zur Erhebung des Bodenzustands und zum Bodenmonitoring sind in verschiedenen Verantwortungsbereichen angesiedelt und verfolgen unterschiedliche Fachfragen. Das Nationale Bodenmonitoringzentrum hat zum Ziel, die Akteure zu vernetzen, um die Vergleichbarkeit der Daten zu verbessern und messnetzübergreifende Aussagen zum Boden zu ermöglichen. Zudem sollen Strategien zum Klimaschutz, zur Klimaanpassung und zur Förderung der Bodengesundheit entwickelt werden.
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen nicht nur deutschlandweit, sondern auch auf europäischer Ebene genutzt werden. Bodenschädigungen können ihre Auswirkungen über Grenzen hinweg entfalten und sind nicht immer auf den Ursprungsort beschränkt.
