Bedeutung für Umwelt und Stadtentwicklung
Bayerische Landesgartenschauen tragen maßgeblich zur Erreichung städtebaulicher, umwelt- und klimapolitischer Ziele bei. Dies geht aus dem neuen Abschlussbericht zur Evaluierung der Gartenschauen von 2011 bis 2018 hervor. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber äußerte sich anlässlich der Veröffentlichung des Berichts in München.
Gartenschauen sind Investitionen in die Zukunft und in die Lebensqualität vor Ort. Bereits über 500 Hektar dauerhafte Grün- und Erholungsflächen wurden durch Landes- und Regionalgartenschauen in Bayern geschaffen. Die Menschen brauchen die Natur und Grünflächen für ihr Wohlbefinden und die Erholung. Gartenschauen können sich zudem ganz hervorragend eignen, die Artenvielfalt zu erhöhen und das Stadtklima nachhaltig zu verbessern: Grünanlagen, Gebäudebegrünung oder Schaffung von zusammenhängenden Freiflächen für die Kalt- und Frischluftentstehung – es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, die im Rahmen der Gartenschauen umgesetzt werden können. Ich möchte die Städte und Kommunen dazu ermutigen, die Fördermöglichkeiten des Freistaats für die Durchführung weiterer Gartenschauen zu nutzen und damit auch den Klimaschutz in den Städten voranzubringen.
Das Umweltministerium fördert Gartenschauen seit 1980 und hat seitdem mehr als 74 Millionen Euro bereitgestellt. Ab 2022 werden bayerische Landesgartenschauen mit jeweils bis zu 5 Millionen Euro gefördert.
Zwei Gartenschauen im Jahr 2021
Für das laufende Jahr sind zwei Gartenschauen geplant, die unter Berücksichtigung von Hygienekonzepten stattfinden sollen:
- Die Landesgartenschau in Ingolstadt wird vom 21. April 2021 bis 3. Oktober 2021 nachgeholt. Sie bietet unter dem Motto "Inspiration Natur" einen Naherholungsraum.
- Die Gartenschau in Lindau am Bodensee findet vom 20. Mai 2021 bis 26. September 2021 statt. Ihre Themenschwerpunkte sind "Wasser, Natur, Garten".
Beide Gartenschauen verfolgen unterschiedliche Ansätze und betonen dabei ihre lokalen Besonderheiten.
Verlängerter Ausschreibungszeitraum
Aufgrund des Interesses der Kommunen wurde die aktuelle Ausschreibungsperiode für die nächsten bayerischen Landesgartenschauen um zwei Jahre, von 2028 bis 2032, verlängert. Kommunen können ihr Interesse noch bis zum 30. Juni 2021 bei der Bayerischen Landesgartenschau GmbH (LGS-GmbH) bekunden.
Ergebnisse der Evaluierung
Der Abschlussbericht zur Evaluierung der Gartenschauen bewertet die Effektivität und Zielgerichtetheit der Fördermittel des Umweltministeriums und gibt Anregungen für die Weiterentwicklung von Gartenschauen:
- Durch die Förderung wurden dauerhafte Grün- und Erholungsflächen geschaffen, die die Lebensqualität vor Ort steigern.
- Die Grünflächen erfüllen wichtige Funktionen für das Stadtklima.
- Neu angelegte Biotopflächen sowie die abgestimmte Umwelt- und Freizeitplanung tragen zu einer Steigerung der Biodiversität in den Städten bei.
- Gartenschauen stärken zudem die lokale Wirtschaft und den Tourismus.
- Die Förderung von Gartenschauen ist ein effektives Mittel, um städtebauliche Ziele mit Natur-, Klima- und Umweltschutzaspekten zu verknüpfen.
Die LGS-GmbH bietet interessierten Kommunen beratende Unterstützung von den ersten Gesprächen bis zur offiziellen Bewerbung.
