Naturschutz

Biodiversitätszentrum Rhön: Modellprojekte für den Natur- und Artenschutz

Das Biodiversitätszentrum Rhön entwickelt und erprobt Modellprojekte zur Förderung der biologischen Vielfalt, die bayernweit Anwendung finden sollen. Umweltminister Thorsten Glauber informierte sich vor Ort und stellte eine neue Broschüre zum Wildbienenprojekt vor.

Engagement für die Artenvielfalt in der Rhön

Das Biodiversitätszentrum Rhön in Bischofsheim entwickelt und erprobt Modellprojekte zur Förderung der biologischen Vielfalt. Diese Projekte sollen bayernweit Anwendung finden. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber informierte sich vor Ort über die Arbeit des Zentrums und stellte eine neue Broschüre zum Projekt "Wildbienen in fränkischen Dörfern" vor.

Funktionierende Ökosysteme mit reicher Artenvielfalt sind lebenswichtig. Das Biodiversitätszentrum Rhön ist ein Zentrum für das Leben. Hier im Herzen von Bischofsheim wird die biologische Vielfalt unserer Heimat erforscht, erhalten, gefördert und vermittelt. Die einmalige Einrichtung stärkt die Biodiversität bayerischer Mittelgebirgslandschaften. Diese Ideenschmiede ist für die Rhön und ganz Bayern ein weiteres Highlight im Natur- und Artenschutz. Das Biodiversitätszentrum schlägt aber auch eine Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis und ist ein spannender Lernort für Kinder und Erwachsene. Das aktuelle Wildbienenprojekt entwickelt gemeinsam mit rund 40 fränkischen Dörfern blütenreiche und vielfältige Lebensräume. Das ist gelebter Naturschutz für die Region und darüber hinaus.

Für das Wildbienenprojekt werden rund 390.000 Euro bereitgestellt. Das Biodiversitätszentrum Rhön arbeitet mit Wissenschaftlern, Flächennutzern und Bildungseinrichtungen zusammen, um übertragbare Modelle für regionale Naturschutzfragen zu entwickeln. Seit seiner Einrichtung im Jahr 2019 wurden sechs Projekte gestartet:

  • Ein Projekt zur Förderung von Wildbienen in fränkischen Dörfern in Kooperation mit der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.
  • Die Erweiterung des Landschaftspflegeversuchs "Borstgrasrasen in der Rhön" mit der Wildland-Stiftung und der Universität Kassel.
  • Die Fortführung der Quellkartierung und des Quellschutzprojekts "Rhönquellschnecke" mit dem LBV, der Stadt Bischofsheim und weiteren Kommunen.
  • Das Projekt "Lichte Wälder in Franken" zur naturschutzfachlichen Optimierung von Mittel- und Niederwäldern.
  • Zwei Artenhilfsprogramme für die Geburtshelferkröte und den Streifenbläuling, unter anderem mit dem Biosphärenreservat Rhön.

Aufgaben und Kooperationen des Zentrums

Das Biodiversitätszentrum Rhön ist ein Bestandteil der "Naturoffensive Bayern". Sein Fokus liegt auf der Stärkung und Entwicklung der Biodiversität bayerischer Mittelgebirgslandschaften, insbesondere der Rhön und ihres Vorlands. Zu den Aufgaben gehören anwendungsorientierte Forschung und Monitoring, die Entwicklung modellhafter Lösungen für biodiversitätsfördernde Wirtschafts- und Landnutzungsweisen, die Vernetzung mit der Wissenschaft sowie die Vermittlung von Naturerlebnissen.

Das Zentrum kooperiert eng mit dem Bayerischen Artenschutzzentrum und der bayerischen Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön.

15.05.2021

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