Ein Jahr Volksbegehren Plus: Bilanz für den Artenschutz

Naturschutz

Ein Jahr nach Verabschiedung des Volksbegehrens Plus zieht Umweltminister Thorsten Glauber eine positive Bilanz. Mit zusätzlichen 75 Millionen Euro und 100 neuen Stellen soll Bayern zum Vorzeigeland für Naturschutz werden.

Erfolgreiche Umsetzung des Volksbegehrens Plus

Vor einem Jahr, am 17. Juli, wurden das Gesetz zum Volksbegehren und ein Begleitgesetz als "Volksbegehren Plus" verabschiedet. Umweltminister Thorsten Glauber zog in Augsburg eine positive Bilanz der umgesetzten Maßnahmen.

Das Volksbegehren Plus ist ein Meilenstein für die Artenvielfalt. Es bringt ein deutliches Plus für die Artenvielfalt, ein deutliches Plus bei der Naturschutzförderung und ein deutliches Plus an Beratung. 75 Millionen Euro zusätzlich und 100 neue Stellen sprechen für sich. Bayern soll ein Vorzeigeland für Naturschutz und Nachhaltigkeit werden. Wir sind auf einem sehr guten Weg. Unser Ziel ist ein vielfältiges, blühendes Bayern. Unser Biotopverbund soll wie ein buntes Netz über Bayern liegen. Blühende Bänder sollen die Hotspots der Artenvielfalt verbinden.

Für eine stärkere Ökologisierung der Flächen werden in diesem Jahr 64 Millionen Euro im Vertragsnaturschutz eingesetzt. Bereits rund 170.000 Fußballfelder werden naturnah bewirtschaftet. Zur Reduzierung der Lichtverschmutzung wurden Regelungen getroffen, um Vögeln und Insekten nächtliche Ruhe zu ermöglichen. Zudem gab es eine Bundesratsinitiative für ein Glyphosatverbot und die Verringerung des Pestizideinsatzes in Privatgärten. Für Streuobstwiesen wurde eine spezifische Förderung beschlossen.

Ich will mehr statt weniger Streuobstwiesen. Unser Ziel ist es, diese einzigartige Kulturlandschaft zu erhalten. Ich setze auch hier auf Partnerschaftlichkeit.

Auch andere Ministerien setzen Maßnahmen um. Zur weiteren Förderung des Artenschutzes in Bayern erfolgte der offizielle Startschuss für das neue Bayerische Artenschutzzentrum in Augsburg.

Das Bayerische Artenschutzzentrum

Das Artenschutzzentrum soll ein Leuchtturm für die Artenvielfalt werden. Wir bündeln das Know-how für den Arten- und Biotopschutz. Das Zentrum treibt Pilotprojekte und Artenhilfsprogramme voran. Artenhilfsprogramme sind unser Rettungsschirm für die Artenvielfalt.

Das Artenschutzzentrum basiert auf drei Säulen: der Vernetzung mit der Wissenschaft, der praktischen Arbeit mit konkreten Artenhilfsprojekten und begleitender Öffentlichkeitsarbeit.

Mit dem Artenschutzzentrum wollen wir ein neues Level beim Artenschutz erreichen. Wir haben das große Ziel, den Artenschwund in Bayern zu stoppen.

Am Artenschutzzentrum werden 25 Mitarbeiter tätig sein. Zu den ersten Projekten gehören die Fortschreibung Roter Listen, die Auflegung von Artenhilfsprogrammen für Käfer, Falter und bedrohte Pflanzen sowie die Wiederansiedlung vom Aussterben bedrohter Arten wie der Pflanze "Graues Felsenblümchen". Das Artenschutzzentrum arbeitet zudem an einem großflächigen Biotopverbund-Konzept und wird bis 2022 gemeinsam mit der Botanischen Staatssammlung München ein umfassendes bayerisches Pflanzen-Informationssystem erstellen.

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