Erfolgreicher Ausbau des Vertragsnaturschutzprogramms
In Bayern hat der Gesamtbestand der naturverträglich bewirtschafteten Flächen im Rahmen des Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramms einen neuen Höchststand von rund 100.000 Hektar erreicht. Dies gab Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber zum Abschluss der Antragstellung für das Vertragsnaturschutzprogramm 2019 bekannt.
Beim Naturschutz brauchen wir starke Partner. Eine naturschonende Bewirtschaftung ist für artenreiche und vielfältige Lebensräume unersetzlich. Vertragsnaturschutz ist eine entscheidende Säule des kooperativen Naturschutzes in Bayern.Über 20.000 Landwirte machen das Vertragsnaturschutzprogramm zum bundesweit größten Programm in diesem Bereich. Weitere 9.000 Hektar Äcker, Wiesen, Weiden und Teiche konnten 2019 in das Programm aufgenommen werden. Rund 100.000 Hektar Flächen umfasst das Programm mittlerweile in Bayern.
Damit sind wir auf einem guten Weg, das Ziel aus dem Koalitionsvertrag zu erreichen: Wir wollen die Fläche im Vertragsnaturschutz auf 180.000 Hektar erweitern. Insbesondere bei den blütenreichen Wiesen und Weiden im Vertragsnaturschutz gab es einen deutlichen Sprung nach vorne. Das schafft neue Lebensräume für Insekten und bremst das Artensterben.
Unser klares Ziel ist es, den Artenschutz in Bayern auf Spitzenniveau zu heben. Das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm zeigt: Gemeinsam können wir viel bewegen.
Das Vertragsnaturschutzprogramm honoriert freiwillige Leistungen von Landwirten bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen. Beispiele hierfür sind die spätere Mahd von Wiesen zum Schutz bodenbrütender Vogelarten oder die Schafbeweidung zum Erhalt blütenbunter Magerrasen. Im Jahr 2018 wurden naturnahe landwirtschaftliche Maßnahmen im Rahmen der Vertragsnaturschutzprogramme in Bayern mit rund 44 Millionen Euro unterstützt.
Gemeinsam mit den Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien setzt der Vertragsnaturschutz wichtige Akzente für die Umsetzung des Europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 sowie des Biodiversitätsprogramms Bayern 2030.
