Erfolgreicher kooperativer Naturschutz in Bayerns Wäldern
Das neue Rekordvolumen beim Vertragsnaturschutz im Wald zeigt: Die richtigen Anreize beim kooperativen Naturschutz bringen die besten Erfolge. Bayern nimmt damit auch im Vergleich der Bundesländer beim Vertragsnaturschutz im Wald eine Spitzenstellung ein. Der Vertragsnaturschutz im Wald erhält gemeinsam mit den Waldbesitzern wertvolle Lebensräume und schafft Struktur- und Artenreichtum. Die Leistungen der privaten und kommunalen Waldbesitzer mit einer naturschutzorientierten Waldwirtschaft sind für die biologische Vielfalt der Wälder unverzichtbar. Naturnahe Wälder sind oft wahre Schatzkammern mit hoher Artenvielfalt und einer der natürlichsten Lebensräume. Wir arbeiten damit weiter erfolgreich an unserem Ziel, die Fläche im Vertragsnaturschutz zu verdoppeln.
Besonders private und kommunale Waldbesitzer werden für ihre naturschutzorientierte Waldwirtschaft finanziell unterstützt. Ihre Beiträge sind entscheidend für die biologische Vielfalt der Wälder, die als Lebensräume für zahlreiche Arten dienen.
Attraktive Maßnahmen für Waldbesitzer
Ein zentraler Anreiz sind die Zahlungen für Biotopbäume. Waldbesitzer verpflichten sich, erntereife Bäume für mindestens zwölf Jahre im Wald zu belassen. Dafür erhalten sie zu Beginn der Maßnahme eine Entschädigung von bis zu 195 Euro pro Baum.
Biotopbäume sind mit ihren Strukturen wie Ast- und Kronenbruch oder Großhöhlen essenziell für Tiere wie Fledermäuse und Hirschkäfer sowie für Moos-, Flechten- und Pilzarten.
Weitere Maßnahmen unterstützen Waldbesitzer, die ihren Wald der natürlichen Entwicklung überlassen oder die traditionelle Waldbewirtschaftungsform des Mittelwaldes fortführen. Im Mittelwald bleiben große Eichen langfristig erhalten, während die restlichen Bäume alle 10 bis 30 Jahre auf den Stock gesetzt werden. Mittelwälder zeichnen sich durch eine hohe Artenvielfalt aus und bieten Lebensraum für seltene Schmetterlingsarten wie den Maivogel.
