Bayern investiert in nachhaltige Landwirtschaft und Naturschutz
Der Freistaat Bayern stellt der Landwirtschaft im Rahmen des Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramms (VNP) in diesem Jahr 64 Millionen Euro zur Verfügung. Dies ist die höchste Summe seit Bestehen des Programms und eine Steigerung von 14 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Die Mittel sollen die Landwirte bei der naturverträglichen Bewirtschaftung ihrer Flächen unterstützen.
Die Corona-Krise trifft auch die Landwirtschaft sehr hart. Freistaat und Landwirte sind starke Partner in der Krise. Mit dem Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm stehen wir fest an der Seite der bayerischen Landwirte. Das Vertragsnaturschutzprogramm gibt den Landwirten finanzielle Sicherheit. Wir haben die Prämien erhöht und den Fördertopf vergrößert. Die Mittel fließen sicher auch angesichts der großen gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen, die vor uns liegen. Insgesamt 64 Millionen Euro stellen wir 2020 für naturverträgliche Bewirtschaftung bereit. Diese Kooperation ist ein Gewinn für Landwirte und unsere Heimat.
Die diesjährige Antragsrunde im VNP verzeichnete das beste Ergebnis seit Programmbeginn. Rund 120.000 Hektar Fläche, etwa 20.000 Hektar mehr als im Vorjahr, werden nun naturverträglich bewirtschaftet. Mehr als 20.000 Landwirte haben entsprechende Anträge eingereicht.
Erhöhte Prämien und EU-Genehmigung
Das Bayerische Umweltministerium hat die Prämien für bestimmte Bereiche deutlich erhöht. Insbesondere Weidetierhalter, Bewirtschafter von Streuobstwiesen und Teichwirte profitieren von höheren Förderungen. Auch Öko-Bauern können naturschutzfachlich wichtige Ackerflächen besser in das Vertragsnaturschutzprogramm integrieren.
Wir stehen zu unserem Wort: Die höheren Prämien geben den Betrieben in unsicheren Zeiten wirtschaftliche Zukunftsperspektiven und Stabilität. Die EU-Kommission hat die Erhöhung der Fördersätze beim Vertragsnaturschutz inzwischen vollständig genehmigt. Das bestätigt: Wir sind auf dem richtigen Weg.
Ein Teil der Prämien wird vom Bund und der EU mitgetragen. Besonders großes Interesse zeigten die Landwirte an den Spätmahdflächen, wodurch etwa 15.000 Hektar blütenbunte und insektenreiche Förderflächen hinzukamen. Damit nähert sich Bayern dem Ziel des Volksbegehrens plus, zehn Prozent der Grünlandflächen erst nach dem 15. Juni zu mähen.
Freiwillige Leistungen für den Naturschutz
Das Vertragsnaturschutzprogramm honoriert freiwillige Leistungen der Landwirte bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen. Beispiele hierfür sind die spätere Mahd von Wiesen zum Schutz bodenbrütender Vogelarten oder die Schafbeweidung zum Erhalt blütenbunter Magerrasen. Die Antragstellung für das Vertragsnaturschutzprogramm Wald war noch bis zum 29. Mai 2020 möglich.
