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Gemüse und Obst auf dem Grill: Vielfalt und Geschmack für die Grillsaison

Die Grillsaison bietet mehr als nur Fleisch: Gemüse und Obst rücken zunehmend in den Fokus und eröffnen eine Welt voller kreativer Zubereitungsmöglichkeiten. Von marinierten Sellerie-Steaks bis zu süßen Grill-Desserts – entdecken Sie neue Geschmackserlebnisse und machen Sie Ihr Grillfest zu einem kulinarischen Highlight.

Kreative Zubereitungsmöglichkeiten für vegetarische Grillfreuden

Die Grillsaison ist in vollem Gange und neben den klassischen Fleischgerichten rücken zunehmend Obst und Gemüse in den Fokus. Viele Restaurants haben es bereits vorgemacht: Gemüse kann zum Hauptakteur auf dem Grill werden und bietet eine breite Palette an kreativen Zubereitungsmöglichkeiten.

Die Vielfalt reicht von marinierten Sellerie-Steaks in grünem Pesto über Wurzelgemüse mit Olivenöl und frischen Kräutern wie Rosmarin, Basilikum und Thymian bis hin zu vegetarischen Grillspießen. Auch südamerikanisch inspirierte Tacos, gefüllt mit Paprika-Mais-Gemüse und einer Tomaten-Nektarinen-Salsa, zeigen das Potenzial für neue Geschmackserlebnisse. Ungewöhnliche Kombinationen können dabei besonders überraschend sein.

Dips und Beilagen runden das Grillvergnügen ab

Für ein umfassendes Grillvergnügen sind selbstgemachte Dips und Saucen aus frischen Produkten unerlässlich. Sie ergänzen die gegrillten Speisen ideal und erweitern die kulinarische Bandbreite.

Viele feste und saftige Gemüsearten eignen sich hervorragend für das Barbecue. Dazu gehören Zucchini, Auberginen, Cocktailtomaten, Champignons, Fenchel, Spargel, Mais, Paprika, Kürbis, Kartoffeln und Zwiebeln. Diese können im Ganzen, in Scheiben geschnitten oder gefüllt zubereitet werden. Auch ein gegrillter Pak Choi mit Sojasauce ist eine schmackhafte Option.

Frische Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Salbei sind ideale Begleiter für Grillgut. Sie können direkt auf den Grill gelegt oder in Kräuterbutter und selbstgemachten Dips verwendet werden. Für süße Grill-Desserts eignen sich Obstsorten wie Äpfel, Birnen, Erdbeeren, Pfirsiche, Pflaumen oder Aprikosen. Schon fünf Minuten auf dem Grill können diesen Früchten ein besonderes Aroma verleihen. Leichte Rezepte mit saisonalem Obst und Gemüse sprechen nicht nur Vegetarier an, sondern bieten eine schmackhafte Alternative zu fleischlastigen Gerichten.

Die Wahl des Grills: Eine Frage des Geschmacks

Die Diskussion um den besten Grill – Holzkohle, Gas oder Elektro – ist oft eine Geschmacksfrage. Die entscheidenden Geschmacksträger beim Grillen sind die Röstaromen, die bei hoher Hitze entstehen. Diese lassen sich sowohl auf dem Holzkohle-, Elektro- als auch auf dem Gasgrill erzeugen.

Wer sanftere Aromen bevorzugt, greift zum Elektrogrill. Fans klassischer Röstaromen entscheiden sich oft für einen Holzkohlegrill. Für die präzise Kontrolle des Garpunkts ist ein Gasgrill empfehlenswert.

Fünf Tipps für ein gelungenes Gemüse-BBQ

  1. Marinieren und Würzen: Gewürze und Marinaden sind entscheidend. Olivenöl, frische Kräuter, Salz und Pfeffer reichen oft aus. Salz und Zucker sollten erst kurz vor oder nach dem Grillen hinzugefügt werden, um das Gemüse knackig zu halten. Kräuterzweige wie Rosmarin, Thymian oder Wacholder, die in die Glut gelegt werden, verleihen dem Grillgut eine besondere Note. Die Kräuter sollten vorher in Wasser eingeweicht werden, um ein schnelles Verbrennen zu verhindern. Gasgrill-Nutzer können eine feuerfeste Schale mit Kräutern und Wasser unter dem Rost platzieren.
  2. Grillen auf dem Rost: Fast alle Gemüse- und viele Obstarten können direkt auf dem Rost gegrillt werden. Das Gemüse sollte dafür etwas gröber geschnitten oder auf Spieße gesteckt werden. Bei Grillspießen ist auf die unterschiedlichen Garzeiten der Gemüsesorten zu achten. Holzspieße sollten vorab etwa eine Stunde in kaltem Wasser eingeweicht werden, um ein Anbrennen zu verhindern. Ein häufiges Wenden des Grillguts ist kontraproduktiv, da es den Garprozess unterbricht und zu außen dunklem, innen aber noch rohem Gemüse führen kann.
  3. Grillen in der Schale: Kleines und kleingeschnittenes Gemüse lässt sich gut in einer Grillschale, idealerweise aus Edelstahl, zubereiten. Dies ermöglicht intensive Röstaromen und ist nachhaltiger als Aluminiumschalen. Das Gemüse wird gewaschen, klein geschnitten, mit Öl, Gewürzen und Kräutern mariniert und die Grillschale bei direkter, hoher Hitze auf den Grill gestellt. Regelmäßiges Wenden ist wichtig; meist genügen 10 bis 15 Minuten Garzeit.
  4. Grillen „im Paket“: Für schonendes Garen eignen sich Päckchen aus Back-, Pergament- oder Brotpapier. Kleingeschnittenes Gemüse wird darin verpackt, mit einer Schnur verschlossen und bei indirekter Hitze für etwa 15 bis 20 Minuten auf den Grill gelegt.
  5. Garzeiten beachten: Die Garzeit von Gemüse auf dem Grill variiert stark je nach Art, Form und Größe. Eine pauschale Aussage ist schwierig. Grundsätzlich gilt: Je härter das rohe Gemüse, desto länger die Garzeit. Härteres Gemüse sollte daher in dünnere oder kleinere Stücke geschnitten werden.

Garzeiten ausgewählter Gemüsesorten

  • Blumenkohl (ca. 1 cm dicke Scheiben): 8-10 Minuten
  • Brokkoli (Röschen): 6-8 Minuten
  • Fenchel (ca. 1-2 cm dicke Scheiben): 14-16 Minuten
  • Kartoffel (ganze Folienkartoffel): 30-40 Minuten
  • Kartoffel (Scheiben): 13-14 Minuten
  • Kohlrabi (ca. 1-2 cm dicke Scheiben): 15-20 Minuten
  • Kürbis (nicht zu dicke Spalten): 20-30 Minuten
  • Maiskolben (im Ganzen): 10-15 Minuten
  • Karotten (halbiert oder geviertelt): 3-5 Minuten
  • Paprika (halbiert oder geviertelt): 10-15 Minuten
  • Champignons (im Ganzen): 8-10 Minuten
  • Spargel (komplette Stangen): 5-10 Minuten
  • Cherry-Tomaten: 3-5 Minuten
  • Tomaten (halbiert): 6-8 Minuten
  • Zucchini (ca. 1 cm dicke Scheiben): 10-15 Minuten
  • Zwiebeln (ca. 1 cm dicke Scheiben): 8-10 Minuten

24.07.2022

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