Einsatzkräfte würdigen und Waldschäden beklagen
Als Ehrenpräsident des Technischen Hilfswerkes weiß ich den Einsatz der Feuerwehren, des THW, der Bundeswehr und aller freiwilligen Helfer sehr zu schätzen. Sie haben damit Schlimmeres verhindert. Wir brauchen den Wald als Ökosystem, Rohstofflieferant, Klimaschützer und auch für die Erholung. Bundesministerin Julia Klöckner und ich sind daher besorgt über die Schäden, die die extreme Trockenheit auch in den Wäldern und der Forstwirtschaft verursacht haben. Unsere Wälder sind von der Trockenheit betroffen und die Waldbrände daher eine zusätzliche Herausforderung. Wir unterstützen Maßnahmen zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel und auch für die Forstwirtschaft stellen wir gemeinsam mit den Ländern Hilfen bereit, zum Beispiel im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes".
Trockenheit verschärft Waldbrandgefahr und Handlungsdruck
Die anhaltende Trockenheit hat in weiten Teilen Deutschlands zu erheblichen Schäden in den Waldbeständen geführt. Anpflanzungen sind stark beeinträchtigt, und Insektenfraß bedroht zahlreiche Bestände. Viele Bäume zeigen deutliche Wachstumsstockungen.
Das gesamte Ausmaß der Schäden für die Forstwirtschaft wird sich erst verzögert beziffern lassen. Gleichzeitig steigt die Waldbrandgefahr rapide an. Für Betriebe im Garten- & Landschaftsbau sowie im kommunalen Bereich erhöht sich dadurch der Handlungsdruck bei Pflege- und Sicherungsmaßnahmen in Waldnähe.
Wald als unverzichtbarer Klimafaktor und Rohstoffquelle
In Deutschland bedeckt der Wald etwa ein Drittel der Landesfläche, was rund 11,4 Millionen Hektar entspricht. Er produziert Sauerstoff, bietet Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und dient der Bevölkerung als Erholungsraum.
Zudem erfüllt der Wald eine wichtige Funktion im Klimaschutz. Wälder, Waldböden und Holzprodukte speichern etwa 1,8 Milliarden Tonnen CO2. Holz kann zudem energieintensive Rohstoffe wie Metall, Kunststoffe oder fossile Brennstoffe ersetzen, wodurch Ressourcen geschont und zusätzliche CO2-Emissionen vermieden werden.
Die aktuellen Ereignisse in Brandenburg verdeutlichen die zunehmenden Risiken durch extreme Wetterlagen. Für Forstwirtschaft, Kommunen und Betriebe im Gartenbau bleibt die Anpassung an den Klimawandel eine zentrale Zukunftsaufgabe.
