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Bundesgartenschauen als Impulsgeber für die Zukunft

Bundesgartenschauen sind mehr als reine Stadtentwicklungsprojekte; sie etablieren Prozesse, die Menschen und Netzwerke verbinden. Auf dem „Zukunftstag Gartenschau“ wurden aktuelle Trends und die Rolle der jungen Generation diskutiert.

Zukunftstag Gartenschau: Impulse für Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit

Bundesgartenschauen sind mehr als reine Stadtentwicklungsprojekte; sie etablieren Prozesse, die Menschen und Netzwerke verbinden. Diese Erkenntnisse wurden auf dem „Zukunftstag Gartenschau“ der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) am 11. September 2025 im Umweltforum in Berlin diskutiert.

Rund 300 Teilnehmende befassten sich mit aktuellen Trends in Gesellschaft und Stadtentwicklung, den Perspektiven der jungen Generation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sowie der Zukunft von Gartenschauen. Vier Keynotes und Workshops unterstrichen das Potenzial des Instruments „Bundesgartenschau“ auch für die zweite Hälfte des 21. Jahrhunderts. Für den Erfolg zukünftiger Gartenschauen wird die Einbindung der jungen Generation als zunehmend wichtig erachtet.

Der Zukunftstag Gartenschauen hat es geschafft, viele Menschen aus ganz unterschiedlichen Gesellschaftsbereichen in Berlin einen ganzen Tag lang zusammenzubringen. Ein starker Mix aus Wissenstransfer, generationenübergreifendem Dialog, Netzwerktreffen und Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis zur Transformationskraft von Gartenschauen vor dem Hintergrund des Klimawandels. Gartenschauen sind keine Momentaufnahmen. Sie sind Investitionen in die Zukunft, die Jahrzehnte wirken – auch als Standortfaktor: wertsteigernd, anziehend für Unternehmen, für Fach- und Arbeitskräfte, gut für die Gesundheit der Bevölkerung, die Naherholung und den Tourismus. Jeder Euro, jede gepflanzte Staude zahlt sich mehrfach aus – für das Klima, die Menschen und unsere Städte. Aber hinter jeder gelungenen Gartenschau steckt nicht nur eine Idee – dahinter stehen Menschen, die diese mit Leben füllen. Vor allem benötigen wir dazu die Fachleute aus Gärtnereien, Garten- und Landschaftsbaubetrieben und den Baumschulen – sie lassen die Ideen Wirklichkeit werden.

Dies erklärte Thomas Banzhaf, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der DBG und Präsident des Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL).

Grün prägt das Morgen, und Gartenschauen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Das haben die Diskussionen, Workshops und Statements auf dem Zukunftstag Gartenschau eindrucksvoll bewiesen. Gartenschauen geben starke Impulse für die Bildung tragfähiger Netzwerke bei der künftigen Stadt- und Regionalentwicklung. Als solche sind sie unverzichtbar. Eine der wichtigsten Aufgaben ist es, dabei die junge Generation mit ihren Ideen und Bedürfnissen besser einzubinden. So kann sich das Format zukunftsfähig weiterentwickeln. Gartenschauen sind Reallabore und Szenarien möglicher Entwicklungen unserer Städte von morgen und übermorgen. Daher sind wir sehr zuversichtlich, dass sie auch in den kommenden Jahrzehnten die Stadtentwicklung prägend werden.

Ergänzte DBG-Geschäftsführer Dr. Achim Schloemer.

Der „Zukunftstag Gartenschau“ begann mit vier Keynotes. Zukunftsforscherin Christiane Varga stellte Städte als gesellschaftliche Möglichkeitsräume dar, die Beziehungen, Begegnungen und gemeinsames Gestalten fördern. Professorin Nina Kolleck hob die Bedeutung der nächsten Generation hervor, die frühzeitig in die Gestaltung zukünftiger Lebensräume einbezogen werden sollte. Digitalexperte Christian Hansen untersuchte digitale Anwendungen und zeigte auf, wie Bundesgartenschauen Wege zu einer nachhaltigeren digitalen Zukunft erproben können. Gartenschau-Fachmann Thies Schröder plädierte für ein „Cathedral thinking“, das größere zeitliche Dimensionen von bis zu 250 Jahren nach einer Gartenschau berücksichtigt.

In zwei Panel-Runden bewerteten Vertreter aus Politik, Städten und der grünen Branche die Ergebnisse. Zu den Teilnehmenden gehörten der Wuppertaler Oberbürgermeister Prof. Dr. Uwe Schneidewind, der ehemalige Mannheimer Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, Professorin Bettina Oppermann (Leibniz Universität Hannover, Präsidentin DGGL) und Dr. Ellen Madeker (Airbnb). Die grüne Branche war vertreten durch Thomas Banzhaf, Eva Kähler-Theuerkauf (Präsidentin Zentralverband Gartenbau e.V.), Hajo Hinrichs (Präsident Bund deutscher Baumschulen e.V.) und Prof. Stephan Lenzen (Präsident Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen). Die Moderation übernahm Katie Gallus.

Der Vorplatz und die Räumlichkeiten des Umweltforums wurden durch den Gartenbau, Baumschulen und Floristik gestaltet.

16.09.2025

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