Die Grüne Stadt

Gründachforum 2019: Stadtklimavorsorge und Dachbegrünung in Bremen

Das Gründachforum 2019 in Bremen thematisierte Stadtklimavorsorge und Dachbegrünung. Angesichts steigender Temperaturen forderte das Bündnis lebenswerte Stadt ein Programm zur Minderung der Klimawandelfolgen. Bremen plant ein Förderprogramm und ein Gründachkataster.

Klimawandel und die Rolle der Dachbegrünung in Bremen

Deutschland verzeichnet einen Temperaturanstieg. Zwischen 1881 und 2018 erhöhte sich die Lufttemperatur um 1,5 Grad. Dies geht aus einem Bericht der Bundesregierung hervor, der vom Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt veröffentlicht wurde. Für Bremen und Niedersachsen lag der Anstieg im selben Zeitraum bei 1,6 Grad.

Die Auswirkungen des Klimawandels und notwendige Gegenmaßnahmen waren zentrale Themen des Gründachforums 2019. Die Veranstaltung fand am 26. November in der Botanika in Bremen statt. Über 100 Teilnehmer diskutierten über städtische Begrünung und den Ausbau von Gründächern. Ulf Jacob, Sprecher des Bündnisses lebenswerte Stadt, forderte angesichts der zunehmenden Folgen des Klimawandels ein Programm zur Stadtklimavorsorge in Bremen. Er betonte, dass Dächer und versiegelte Flächen grüner werden müssten, um die Auswirkungen des Klimawandels wie Überhitzung und Starkregen zu mindern.

Grüne Dächer und Fassaden können zur Kühlung und Isolierung von Gebäuden beitragen, das Wohnklima verbessern, die Haltbarkeit von Dächern verlängern und Lebensraum für Pflanzen und Tiere schaffen.

Förderprogramm und Gründachkataster für Bremen geplant

Eine Vertreterin der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau (SKUMS) kündigte an, dass Bremen ein neues Förderprogramm zur Dachbegrünung einführen und ein Gründachkataster erstellen will. In der vorherigen Legislaturperiode wurde die Förderung der Dachbegrünung in Bremen reduziert. Das neue Förderprogramm soll bis zu 30 Prozent der Kosten für ein Gründach übernehmen. Das Bremer Umweltressort erhofft sich, mit dem Gründachkataster geeignete Dachflächen für eine Begrünung identifizieren zu können.

Das sind gute Schritte hin zu einem besseren Stadtklima.

Dies kommentierte Ulf Jacob. Er wies jedoch darauf hin, dass die bestehenden Ausnahmen für Gewerbegebiete und Reihenhäuser bei der Verpflichtung zur Anlage von Gründächern aufgehoben werden sollten. Insbesondere große Gewerbedachflächen müssten stärker begrünt werden. Das Gründach-Forum wurde vom Bundesverband GebäudeGrün (BuGG) und der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau in Kooperation mit dem Bündnis Grünes Bremen, der Bremer Umwelt Beratung und dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Niedersachsen-Bremen veranstaltet.

29.11.2019

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