Hintergrund und Ziele der Kölner BUGA-Bewerbung
Der Rat der Stadt Köln hat die Stadtverwaltung beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für die Ausrichtung einer dritten Bundesgartenschau (BUGA) im Jahr 2025 zu erstellen. Die Stadt Köln wird die Erarbeitung der Studie an einen Landschaftsplaner vergeben. Ein externes Moderationsbüro soll den Kommunikationsprozess begleiten. Die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG) berät das Projekt.
Auf Basis des Ratsbeschlusses meldet die Stadt Köln offiziell ihr Interesse an einer BUGA 2025 bei der DBG an und startet ihre Bewerbung. Über die Vergabe entscheidet der Verwaltungsrat der DBG.
Städtebauliche Entwicklung und Grüngürtel-Vollendung
Die Stadt Köln plant, die Vollendung des Inneren Grüngürtels im Süden der Innenstadt, 100 Jahre nach seiner Fertigstellung (1921-23), zum Kernthema der Bundesgartenschau 2025 zu machen. Dieser Grüngürtel ist ein städtebauliches und grünplanerisches Element und Teil des gesamtstädtischen Grünsystems. Er spiegelt die städtebauliche Entwicklung und die grünplanerischen Leitbilder seiner Entstehungszeit wider. Der Kölner BUGA-Standort ist in die langfristige strukturelle Neuordnung des südlichen linksrheinischen Innenstadtrandgebiets eingebettet.
Der Entwicklungsraum zwischen der südlichen Kölner Neustadt und den Wohnbereichen von Bayenthal, Raderberg und Zollstock ist derzeit noch von gewerblichen Nutzungen geprägt, darunter der Großmarkt, der Güterbahnhof Bonntor, das KVB-Busdepot, Brauereien, Arzneimittelproduktion, Abfallwirtschaftsbetriebe und Kleingewerbe. Die Rahmenplanung, die aus einer vorbereitenden Untersuchung hervorgegangen ist, dient als Grundlage der städtebaulichen Neuordnung. Sie greift Ansätze des städtebaulichen Masterplans Innenstadt Köln auf, der die Vollendung des Inneren Grüngürtels bis zum Rhein und ein neues Quartier „Parkstadt“ im Bereich des Großmarkts vorsieht.
Die geplante Vervollständigung des Inneren Grüngürtels bis zum Rhein soll den Stadtraum aufwerten. Das Gartenschaugelände soll das Gebiet zwischen Rhein und Bonner Straße, das Großmarktgelände, den bisherigen Güterbahnhof Bonntor (zwischen Bonner Straße, Marktstraße, Bischofsweg und Eisenbahntrasse) sowie den Bereich um das Südstadion umfassen.
Nachhaltiger Mehrwert und langfristige Nutzungskonzepte
Das Konzept könnte zudem den Volksgarten, den Vorgebirgspark, Teile des Grünzugs Süd, des Inneren Grüngürtels sowie den Friedens- und Römerpark einbeziehen. Die Ausrichtung einer Gartenschau gilt als Instrument für die Stadtentwicklungs-, Grün- und Freiraumplanung. Die Verbesserung der Infrastruktur, die Neuordnung und Folgenutzung des BUGA-Geländes sowie die damit verbundenen Investitionen sind entscheidende Faktoren für Städte, die sich bewerben. Der Nutzen einer Bundesgartenschau beschränkt sich nicht auf die etwa sechsmonatige Veranstaltungsdauer.
Die erste BUGA in Köln und der in diesem Zusammenhang entstandene Rheinpark dienen als Beispiel für den nachhaltigen Nutzen einer Bundesgartenschau. Dies wurde durch die Auszeichnung des Rheinparks mit dem Nachhaltigkeitspreis der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG) im Jahr 2007 bestätigt.