Die Grüne Stadt

Grünraummanagement: Pflege und Kosten im öffentlichen Grünraum

Der Grünraummanagement Tag 2017 beleuchtete die Herausforderungen und Lösungen bei der Pflege öffentlicher Grünflächen. Experten diskutierten ökologische Ansätze und Kostenreduktion, um Gemeinden bei der Gestaltung attraktiver und nachhaltiger Grünräume zu unterstützen.

Ökologische Pflege und Kostenreduktion im Fokus

Ein zentrales Thema war die pestizidfreie Pflege öffentlicher Grünräume. Landesrat Karl Wilfing betonte, dass bereits 238 Gemeinden in Niederösterreich diesen Weg beschreiten. Ziel sei es, alle Gemeinden von den Vorteilen dieser Methode zu überzeugen.

„Beim Grünraummanagement Tag 2017 haben unsere Expertinnen und Experten den Gemeinden vermittelt, mit welchen Maßnahmen auf öffentlichen Flächen der Pflegeaufwand und damit verbunden auch die Kosten reduziert werden können.“

Die Attraktivität öffentlicher Grünflächen bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Ästhetik und Kosten. Gleichzeitig steigen die Ansprüche der Bevölkerung an ökologische Pflege und das Erscheinungsbild dieser Flächen. Wilfing hob hervor, dass den Gemeinden kostengünstige und ökologisch wertvolle Bepflanzungskonzepte angeboten werden sollen.

Herausforderungen und standortgerechte Lösungen

Das Aufkommen von Unkraut wird vielerorts als störend empfunden. Auch der Sommer 2017 mit seiner Hitzeperiode stellte die Grünraummanager vor große Herausforderungen. Lang anhaltende Trockenheit erfordert nicht nur verstärkte Bewässerung und erhöhten Zeitaufwand, sondern kann auch durch den Einsatz standortgerechter Pflanzen bewältigt werden.

Christa Lackner, Geschäftsführerin des Vereins „Natur im Garten“, erläuterte pflegeleichte Alternativen wie Staudenbeete. Bei Gerätevorführungen wurden zudem praktische Anwendungen zur ökologischen Unkrautbeseitigung präsentiert.

Vorteile von Staudenbeeten

Staudenbeete bieten eine natürliche Farben- und Formenvielfalt für Grünräume und erfordern langfristig nur geringen Pflegeaufwand. Sie ermöglichen eine vielfältige und individuelle Gestaltung und können als repräsentative Flächen eine Visitenkarte für eine Gemeinde darstellen.

Die Pflanzungen bestehen aus mehrjährigen Stauden, Gräsern und Blumenzwiebeln, die mit Gehölzen oder regionalen Bepflanzungselementen ergänzt werden können. Ihre Blütezeit erstreckt sich vom Frühjahr bis in den Spätherbst. Staudenbeete sind zudem kostengünstiger als Wechselflor.

22.10.2017

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