Regionale Unterschiede der Flächennutzung in Großstädten
Die Spanne der landwirtschaftlich genutzten Fläche reichte von 4,0 % bis 55,8 % der Gesamtfläche. Die höchsten Anteile verzeichneten Erfurt mit 55,8 %, Hamm mit 52,9 %, Salzgitter mit 49,7 % und Gütersloh mit 48,3 %.
Die geringsten Anteile wiesen Berlin (4,0 %), Herne (8,3 %), Kaiserslautern (8,4 %) und Oberhausen (8,8 %) auf. Diese Daten sind Teil des aktualisierten Online-Atlasses zur Flächennutzung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder.
Innerhalb der Großstädte mit 250.000 bis 500.000 Einwohnern führten Münster in Westfalen (43,8 %), Mönchengladbach (37,8 %), Bielefeld (33,4 %) und Wiesbaden (29,2 %). Bei den Städten ab 500.000 Einwohnern lagen Leipzig (32,8 %), Dresden (31,0 %), Bremen (30,4 %) und Frankfurt am Main (23,9 %) an der Spitze.
Faktoren der Flächennutzung in urbanen Gebieten
Der Anteil landwirtschaftlicher Flächen in einer Großstadt wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Dazu gehören die Ausdehnung der Verwaltungsgrenzen durch Eingemeindungen ländlich geprägter Ortschaften sowie geografische Gegebenheiten. Eine beengte oder weitläufige Lage, die Fruchtbarkeit der Böden und das Vorhandensein umliegender Wälder spielen ebenfalls eine Rolle.
Im gesamten Bundesgebiet betrug der Anteil der landwirtschaftlich genutzten Flächen 50,7 %.
Flächenatlas der Gemeinden und seine Bedeutung
Im Jahr 2019 wiesen 1.138 Gemeinden einen landwirtschaftlichen Flächenanteil von 80 % und mehr auf. Davon befanden sich 439 in Schleswig-Holstein, 163 in Mecklenburg-Vorpommern, 141 in Rheinland-Pfalz und 126 in Thüringen.
Der Flächenatlas der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder stellt die Flächennutzung auf Gemeindeebene in thematischen Karten dar. Nutzer können detaillierte Informationen zu den Hauptkategorien der amtlichen Flächenstatistik abrufen, darunter die Anteile von Landwirtschaft, Wald sowie Siedlungs- und Verkehrsflächen. Zusätzlich wird die Flächeninanspruchnahme pro Kopf für Siedlung und Verkehr kartografisch dargestellt.